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Andauernde Beschwerden führen zu Neuregelung / Werden Vorgaben missachtet, kippen Brenntage ganz

Nur noch acht Brenntage: "Der letzte Versuch!"

Rinteln (ur). Im Wortsinn ein "Dauerbrenner" in deröffentlichen Diskussion sind in Rinteln seit Jahren die "Brenntage" im Frühling und im Herbst. Jetzt gibt es für die Stadt eine neue Regelung: Die Anzahl der Brenntage wird von 16 auf acht reduziert.

veröffentlicht am 09.02.2008 um 00:00 Uhr

Starke Rauchbelästigung: Brenntage in der Diskussion. Foto: tol

Seit dem 2. Januar 2004 besteht in Niedersachsen die Möglichkeit, dass Kommunen die Beseitigung von pflanzlichen Abfällen außerhalb von zugelassenen Beseitigungsanlagen unter bestimmten Auflagen und Einschränkungen erlauben dürfen - eine Möglichkeit, von der die Stadt Rinteln auch Gebrauch gemacht hat. Seitdem dürfen pflanzliche Abfälle zwischen dem 15. März und 15. April und im gesamten Monat Oktober jeweils freitags und sonnabends zwischen 8 und 18 Uhr auf privaten Gartengrundstücken verbrannt werden. Zunächst fand diese Regelung auch einige Akzeptanz, weil sich die Emissionen durch die bessere Verteilung auf mehrere Brenntage gegenüber der vorherigen Regelung mit jeweils nur einem Brennwochenende in Frühling und Herbst spürbar reduzierten. In den letzten Brennperioden aber gab es verstärkt Beschwerden aus der Bevölkerung, weil zum einen die Abstandsregelungen von 25 Metern zu Gebäuden nicht eingehalten wurden oder auch bei ungeeigneter Witterung verbrannt wurde - was zu einer erheblichen Smogbelastung führt. Die Verwaltung stellte im Verwaltungsausschuss daher eineÄnderung der geltenden Bestimmungen noch vor dem Auslaufen dieser Regelungen im kommenden Jahr vor. Diese sieht eine Halbierung der Brenntage vor: Das Verbrennen soll nur noch freitags und sonnabends vom 1. bis 15. April und vom 15. bis 31. Oktober erlaubt sein. Die Mitglieder des Verwaltungsausschusses stimmten dieser Beschlussvorlage mehrheitlich zu - allerdings wurde in der Diskussion deutlich, dass diese Entscheidung keineswegs bedeutet, dass diese Regelungüber den 31. März 2009 hinaus Bestand hat, wenn die Gültigkeit der Allgemeinverfügung aus dem Jahr 2004 ausläuft. Erster Stadtrat Jörg Schröder dazu: "Der neue Beschluss darf nicht im Sinne von ,Feuer frei' missverstanden werden, sondern eher als der letzte Versuch, die unterschiedlichen Interessen und Positionen in dieser heiklen Brenntage-Frage aufeinander abzustimmen. " Die Brenntage dieses Jahres seien so etwas wie eine "Bewährungsprobe" - und damit sei es im wohlverstandenen Interesse gerade der Befürworter und Nutzer von Brenntagen, sich so zu verhalten, dass Beschwerden vermieden werden: "Ohne die strikte Beachtung dieser Vorgaben wird es keine politische Mehrheit für eine Verlängerung der Brenntage-Regelung geben!"



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