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Heiße Rhythmen beim Gemeinde-Vergnügen im Kursaal / "Die linken Füße" zeigen sich als Augenweide

Nur den Winter muss man sich wegdenken ...

Bad Eilsen (sig). Was macht man, wenn bei einem Wintervergnügen der Winter ausbleibt? "Na, dann bleibt zumindest noch das Vergnügen", dachten sich die Gäste am Samstag im Kursaal. Draußen vor der Tür war alles Grau in Grau und wenig einladend. Drinnen im geheizten mit Fähnchengirlanden geschmückten Raum konnte man es dagegen gut aushalten. Der Abendtrug dazu bei, das triste Wetter für ein paar Stunden zu vergessen.

veröffentlicht am 06.02.2007 um 00:00 Uhr

Da ist "Mann" gern Hahn im Korbe und lässt die Röcke fliegen: fl

Ins Leben gerufen hatte diese Veranstaltung einst Holger Katenkamp, der sich in der früheren Brunnenklinik um eine abwechslungsreiche Freizeitgestaltung der Kurgäste kümmerte. Die Kurverwaltung unterstützte dieses Vorhaben, das von allen Kliniken des Badeortes mit getragen wurde. Karl Stramer sorgte mit seinem Duo "Memories" dafür, dass die Tanzfläche immer gut gefüllt war. Das "Haus des Gastes" übernahm die Bewirtung. Man hat sich schon fast daran gewöhnt, dass allein die Bühnendeko die Erinnerung an den Winter wach hält. Ein Schneemann, eine große Tanne mit einer Vielzahl von Wattebäuschen und ein Paar Schlittschuhe zeigten auf, was in dieser Jahreszeit eigentlich üblich sein sollte. Inzwischen ist es ausschließlich Verdienst der Kurverwaltung, das Warten auf den Frühling mit einem solchen Tanzabend zu verkürzen. Die Eilser Kliniken geben ihren Patienten bis 1.30 Uhr Ausgang, damit auch sie an dieser "Bewegungstherapie" teilnehmen können. Karl Stramer stand weder auf noch vor der Bühne. Er hat seine gastronomischen Aktivitäten nach Rinteln verlegt. Für sein Duo "Memories" sprang ein anderes ein, das sich "Sammy Liveband" nennt und aus Bielefeld kommt. "Eigentlich sind wir eine Band; doch heute Abend bin ich mit meinem Partner Dujo Grubisic allein, er spielt Keyboard, ich Schlagzeug", so stellte sich Sammy vor. Und dann fügte er hinzu: "Ja, schreiben Sie ruhig, dass ich Sammy heiße; unter diesem Namen kennt man mich in Schaumburg. Ich war schon auf der Landpartie beim Fürsten in Bückeburg und im Stadthäger Ratskeller." Schnell merkten die Musiker, dass die Gäste für "weichen Sound" nicht zu haben waren. Sollte die Tanzfläche voll werden, mussten flotte Rhythmen her. Dann kam sofort Bewegung in die Szenerie, und die Tanzlustigen legten einen höheren Gang ein. Zu dieser Gangzahl passten die Auftritte der "Linken Füße", die am Anfang zunächst gestoppt wurden, weil der CD-Player zu stark vibrierte. Als das Problem schließlich behoben war, fegten die Mädchen in den schwarz-roten Petticoats und die Männer in der Westernkluft nur so durch den Saal. Diesem Tempo zu folgen, verkniffen sich die Zuschauer. Dabei kann man leicht außer Atem kommen. Aber Spaß machte das Zuschauen schon. Und wenn die Röcke so richtig flogen, genossen vor allem die Männer den Augenschmaus. Für die durstigen Kehlen war Erwin Sengebusch mit seinem Team zuständig. Das hatte so manchen guten Tropfen im Angebot. Außerdem verkauften das Team Lose, deren Erlös für die Jugendarbeit des Eilser Tennisclubs bestimmt ist. Wer mit Fortuna im Bunde war, konnte unter anderem ein Wochenende in einem Weingut an der Mosel, eine zünftige Brauereibesichtigung und etliche Gutscheine der heimischen Gastronomie gewinnen. Natürlich gab es im Foyer des Kursaales auch Speisen. Zum Beispiel Krakauer, Gulaschsuppe, eine Auswahl an belegten Brötchen und Laugenbrezel. Diesen Part übernahm das "Haus des Gastes".

Wenigstens die Dekoration erinnert an den Winter: dem Sammy-Duo
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