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SG Hohnhorst-Haste beim 28:35 gegen die TG Münden chancenlos

Nur Björn Güth und Mark Wengler wehren sich gegen die Niederlage

Handball (hga). Die SG Hohnhorst-Haste hat ihre Abwärtsbewegung in der Oberliga fortgesetzt. In eigener Halle unterlag die SG der TG Münden 28:35 (10:19).

veröffentlicht am 23.10.2006 um 00:00 Uhr

Tim Kirchmann wühlt sich durch die Mündener Abwehr. Foto: hga

Dass die Niederlage nicht erheblich deutlicher ausfiel, ist zwei Dingen geschuldet. Zum einen lieferte Andre Rudolph im SG-Tor eine hervorragende Partie ab, bügelte viele Fehler seiner Vorderleute aus. Zum anderen verwaltete die TG nach dem Seitenwechsel das Spiel nur noch, nahm das Tempo deutlich heraus und gab den Ersatzspielern Einsatzzeit, verlor aber nie die Kontrolle über Gegner und Spiel. Auf Seiten der SG machte Björn Güth ein Riesenspiel, lieferte dem Ukrainer Andrej Doktorovych einen großen Kampf, rackerte über 60 Minuten und erzielte auf der rechten Außenbahn fünf Treffer, während Philipp Daseking auf der linken Außenbahn einen ruhigen Nachmittag verbrachte. Bis zum 4:3 (10.) verlief die Partie ausgeglichen, Güths Mitspieler wurden von seinem Kampfeswillen nicht angesteckt und begannen, Chance auf Chance zu vergeben. Das rächte sich, 7:12 (20.) und 9:16 (25.) geriet die SG in Rückstand. Dabei waren die Abschlussversuche teilweise so unplatziert und schwach geworfen, dass der Gäste-Torhüter einige Bälle einfach fing. Von Kampf und Aufbäumen keine Spur, die SG wurde in der ersten Hälfte regelrecht vorgeführt. Nach dem Wechsel startete Marc Wengler eine persönliche Aufholjagd, mit einer Energieleistung erzielte Wengler bis zum 18:25 (40.) sieben seiner insgesamt zehn Treffer. Wengler forderte seine Nebenleute lautstark auf, mehr zu tun, erzielte nur bedingt eine Reaktion. Danach schloss sich Wengler den überhasteten und unmotivierten Abschlussversuchen im Angriff an. Diese Angriffe dauerten teils nur wenige Sekunden, die katastrophale Chancenverwertung war eine Einladung an die Gäste. Eine echte Chance hatte die SG zu keiner Zeit, die Gäste waren jederzeit in der Lage, das Tempo ein wenig zu erhöhen und den Abstand zu halten. Über 22:28 (50.) und 26:31 (55.) ging es zur 28:35-Niederlage. "Wir haben zuviel verworfen, aber sie haben gekämpft", stellte Andrej Antonewitsch fest. Der Coach der SG-Reserve vertrat den im Urlaub befindlichen Marc Siegesmund. SG: Wengler 10, Güth 5, Engel 3, Hilbig 3, Gümmer 2, Weiser 2, Daseking 1, Kirchmann 1, Hillebrandt 1.

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