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Streit um Modellflieger geht weiter / Nabu antwortet

Nur Autokennzeichen aus Minden und Herford

Rinteln (clb). Nicht nur die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises ist strikt gegen die Ausübung des Modellflugsports auf den Rintelner Wiesen, da sich in unmittelbarer Nähe das Landschaftsschutzgebiet Wesertal sowie das Naturschutzgebiet Osthenuther Kiesteiche befinden und die Brut- und Rastplätze von Vögeln gefährdet werden könnten (wir berichteten) - auch der Nabu Rinteln teilt diese Ansichten.

veröffentlicht am 25.04.2007 um 00:00 Uhr

Thomas Brandt

Thomas Brandt, stellvertretender Vorsitzender und Diplom-Biologe, betonte, dass die Entwicklung des Gebietes schon seit Jahren von dem Verein beeinträchtigt werde. Und beide Bereiche, die Osthenuther Kiesteiche sowie das Wesertal, seien von großer Bedeutung für die Ornithologie, da sich dort seltene Vogelarten befinden. Besonders stören würde ihn die Aussage des Modellflugvereins, man hätte sich ausgiebig um ein Ausweichgelände bemüht. "Anfangs war der Verein ja noch kooperativ und hat einen Planer beauftragt, eine Lösung zu finden", erinnert sich der Diplom-Biologe an die Verhandlungen mit dem Modellflugverein im vergangenen Jahr. Der Planer, so Brandt weiter, hätte dem Verein einige konstruktive Vorschläge gemacht. Exten, Deckbergen und Bückeburg seien im Gespräch gewesen, doch mit keiner Alternative wären die Mitglieder einverstanden gewesen. "Und was mich noch stört ist die Tatsache, dass von den Vereinsmitgliedern offenbar keiner aus Rinteln kommt", kritisiert er. Denn wenn man sich die Autokennzeichen der Mitglieder anschaue, könne man feststellen, dass alle Beteiligten aus dem Raum Minden und Herford kommen. Brandt vermutet daher, dass die Mitglieder in Westfalen keine Genehmigung bekommen haben und ihren Sport deshalb auf Rintelner Gebiet ausüben. Zudem würden die Mitglieder mit ihren Autos unerlaubterweise auf Wirtschaftswegen fahren. Seiner Meinung nach sei die Argumentation des Vereins, sich mit der Stadt Rinteln identifizieren zu wollen sowie die Integration von Kindern und Jugendlichen zu fördern, geheuchelt. "Was der Verein da betreibt ist reiner ?Krachmach-Tourismus'", beschwert sich Brandt und bezeichnet den Mitglieder als "dickfellig". "Und das ist aus meiner Sicht nicht länger hinnehmbar!"



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