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Seggebruch: Echtorfer Straße kritische Stelle

Nur 7,4 Prozent halten sich ans Tempolimit

Seggebruch (gus). Die Samtgemeinde Nienstädt hat umfangreiche Tempomessungen machen lassen. Fünf Jahre lang wurde an 61 Stellen an jeweils mehreren Tagen überprüft, wie schnell die Autofahrer unterwegs sind.

veröffentlicht am 23.06.2008 um 00:00 Uhr

Die außergewöhnlichsten Werte innerhalb der Gemeinde Seggebruch liefert die Straße "In der Pickerecke" entlang der Bahntrasse Minden-Hannover. Im Mai 2005 sind dort innerhalb von sieben Stunden (8 bis 15 Uhr) 44 von 224 Autos mit mehr als 30 Stundenkilometern zu viel auf dem Tacho gemessen worden. Erlaubt sind 30 Kilometer pro Stunde. Damit sind rund ein Viertel aller Fahrzeuge doppelt so schnell gewesen wie erlaubt. Nur acht Autos - also ziemlich genau zehn Prozent - haben sich an das Tempolimit gehalten. Die Anlieger vermuten, dass zahlreiche Autofahrer aus Richtung Enzen die Strecke als Abkürzung auf dem Weg nach Bückeburg benutzen. Besonders zur Berufsverkehrszeit morgens und abends registriert Gerda Knote nach eigenen Angaben viele Raser. Dass mehr als ein Viertel der Autos aber schneller als Tempo 60 ist, findet die Anwohnerin bedenklich. Es sei reines Glück, dass im Bereich der Bushaltestelle an der Straße noch nichts passiert sei. Anna Podlich stimmt zu. Sie schlägt vor, die Pickerecke wieder zur Anliegerstraße zu machen. An der Echtorfer Straße hat das Erfassungsgerät 171 von 1839 Fahrzeugen mit einer Tempolimit-Überschreitung von mehr als 30 Kilometern pro Stunde registriert. Eine Quote von 9,3 Prozent. Nur 7,4 Prozent der Autofahrer haben sich an Tempo 50 gehalten. Anliegerin Dagmar Pöhler findet die Situation "ziemlich belastend" - zumal sie zwei Kinder hat. Ihrer Meinung nach ist das Problem an der Echtorfer Straße, dass die Verkehrsteilnehmer diese nicht als Ortsdurchfahrt wahrnehmen. Ein zusätzliches Tempo-50-Schild könnte Linderung bringen. Störend und auffällig findet auch Britta Dehne die häufigen Geschwindigkeitsüberschreitungen. Henning Dove schlägt vor, auch auf der Brücke Tempo 50 auszuschildern, anstatt die Begrenzung mit dem Ortsschild aufzuheben. Dann würden die Autofahrer nicht kurz vor dem Ortsschild Gas geben und entgegengesetzt langsamer in den Ort fahren. Die gute Nachricht: Am Kindergarten in Seggebruch haben sich den Messungen zufolge mehr als 90 Prozent der Fahrer ans Limit gehalten.



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