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Gemeinde kauft fast 400 Jahre altes Hülshäger Fachwerkhaus / Gibt "Leader" Geld dazu?

"Nummer 1" vor sicherem Abriss gerettet

Hülshagen (jl). Rettung in letzter Minute - so könnte umschrieben werden, was sich in den vergangenen Wochen um das Haus Hülshagen Nummer 1 abgespielt hat. Das Vierständer-Fachwerkhaus aus dem Jahr 1617 soll zum 1. April in das Eigentum der Gemeinde Lauenhagen übergehen.

veröffentlicht am 09.02.2008 um 00:00 Uhr

Die Gemeinde will das fast 400 Jahre alte Haus vor dem Verfall r

Das ortsbildprägende Gebäude treibt die Verantwortlichen und die Freunde alter Baukultur seit Jahren um, weil es schon länger dem Verfall preisgegeben ist. Ende vergangenen Jahres haben die Alarmglocken geläutet, als die Gemeinde nach den Worten ihres Verwaltungschefs Fritz Anke erfuhr, dass der Eigentümer beim Landkreis einen Abbruchantrag für Hülshagen Nummer 1 gestellt hat. Was die spätere Willensbildung im Gemeinderat nach Ankes Einschätzung mit beeinflusst hat, ist das, was über die weiteren Pläne des außerhalb Schaumburgs lebenden Eigentümers vor der Jahreswende bekannt geworden ist. So soll es Pläne gegeben haben, das weitgehend intakte Fachwerk zu verkaufen und das Grundstück zu einer Werbefläche zu machen. Schon kurz nach Neujahr hat die Gemeinde einen großen Runden Tisch organisiert. Dabei waren außer Ratsmitgliedern, führenden Leuten des Fördervereins Lauenhäger Bauernhaus, Denkmalschützer vom Land und vom Landkreis, der Planer Manfred Röver sowie Heiko Wiebusch, der für den Landkreis die EU-"Leader"-Maßnahmen koordiniert. Dieses Förderinstrument kann auch im Fall Hülshagen Nummer 1 bis zu 70 Prozent Zuschuss bedeuten. Nach der zweieinhalbstündigen Diskussion am großen Tisch haben die Weichen laut Anke auf Kauf gestanden. Besiegelt wurde dies durch einen Beschluss während einer nichtöffentlichen Ratssitzung, der vor wenigen Tagen vom Verwaltungsausschuss als letzte Instanz bestätigt worden ist. Inzwischen haben sich Gemeinde und Eigentümer auf einen Kaufpreis in Höhe von 19 500 Euro für Gebäude und Grundstück geeinigt. Ideenüber Nutzungen gibt es bereits. Eine davon ist die Umsetzung der Fachwerk-Konstruktion auf das Gelände des Lauenhäger Bauernhauses, weil im Verbund mit dem bereits sanierten Schmuckstück mehr Nutzungsmöglichkeiten denkbar sind.



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