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Vor Gericht: Bewährungsstrafe für 43-Jährige - Damenstiefel geklaut

Notorische Diebin begibt sich in ambulante Drogentherapie

Rinteln (maf). Sie kann es nicht lassen: Nach acht Vorstrafen wegen Diebstahls und insgesamt rund 20 Eintragungen ins Zentralregister wurde eine 43-jährige Arbeitslose im August 2007 erneut bei Diebstählen ertappt. Binnen einer Stunde hatte die Frau in zwei Geschäften Waren im Gesamtwert von 45 Euro eingesteckt. Amtsrichter Christian Rost quittierte die neuerlichen Taten mit einer sechswöchigen Bewährungsstrafe und folgte damit im Wesentlichen den Anträgen von Staatsanwalt Dr. Markus Schreiber und Verteidiger Marco Vogt.

veröffentlicht am 19.09.2008 um 00:00 Uhr

Im August vorigen Jahres beobachtete ein Detektiv, wie die 43-Jährige in einem Rintelner Drogeriemarkt unter anderem einen Lippenstift, Rasierklingen und Haarschmuck unbezahlt mitgehen ließ. In ihrer Tasche befand sich außerdem ein Paar Damenstiefeletten, an denen das Sicherungsetikett sauber abgetrennt worden war. Schnell stellte sich heraus, dass die Stiefel aus einem Rintelner Schuhgeschäft stammten, das die Angeklagte etwa eine Stunde zuvor aufgesucht hatte. Vor Gericht äußerte die Drogenabhängige, sie könne sich an die Diebstähle nicht erinnern, weil sie zur Tatzeit unter dem Einfluss verschiedener Medikamente gestanden habe. Seit 2002 ist die heute 43-Jährige mehrfach wegen ähnlich gelagerter Ladendiebstähle zu Haftstrafen verurteilt worden. Da sie sich damals einer Drogentherapie unterziehen wollte, wurden die Strafvollstreckungen aber zurückgestellt. Ende 2007 hat sie dann tatsächlich eine mehrmonatige stationäre Behandlung beendet. Inzwischen ist die Frau nach Nordrhein-Westfalen umgezogen und befindet sich in ambulanter Therapie. Überdies beginnt sie demnächst eine Umschulungsmaßnahme.

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