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Volksschüler aus Hachmühlen erinnerten an ihre gemeinsame Jugend

Nostalgischer Rückblick

Hachmühlen/Bad Münder. „Weißt Du noch, wie damals die Maissuppe schmeckte und wie viele Gedichte wir auswendig lernen mussten?“ Solche und ähnliche Gespräche beherrschten das Klassentreffen, zu dem sich 23 ehemalige Schüler der Volksschule Hachmühlen trafen.

veröffentlicht am 22.05.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 06:21 Uhr

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Vor den Stellwänden mit Klassenfotos und Konfirmationsjubiläen drängten sich die 77- bis 80-Jährigen, bevor sie sich im Café Weitblick des berufgenossenschaftlichen Schulungsheims am Lug ins Land zum gemeinsamen Mittagessen und Erfahrungsaustausch niederließen. Organisator Karl-Heinz Kassner (jetzt Barsinghausen) dankte seinen Mithelfern Dr. Gerd Kastendieck und Thea Kuhn sowie Renate Schmidtke, Elsbeth Räder und Rudi Herrmann für die ausgestellten Bilder als „geniale Gedächtnisstützen“. Kassner bedauerte, dass viele der ehemaligen Mitschüler bereits verstorben seien, und er ließ in seiner Begrüßung die schweren Zeiten des Mangels zwischen 1940 und 1950 lebendig werden, erinnerte an die Schulspeisung nach Kriegsende, an die überwiegend zu Hause aus Resten gestrickte Kleidung. Er lobte jetzt den damals nicht immer beliebten Schulleiter Hermann Borges für seinen akribischen Naturkundeunterricht während der Ausflüge in die Feldmark. „Jeder hatte zu wissen, wie Breit- und Spitzwegerich oder Kamille aussahen, wie Sauerampfer, Brennnessel oder Löwenzahn zum menschlichen Verzehr zu verarbeiten sind, und jeder musste Volkslieder singen können“, resümierte Kassner. Borges und eine weitere Lehrkraft hatten den Unterricht in den beiden überfüllten Klassenräumen zu geben, in dem jeder Jahrgang oft mehr als 30 Kinder aufwies. Den Sanitärtrakt bildeten ein überdachtes Plumpsklo und ein Pissoir draußen. In diesem Zusammenhang mit der aktuellen Situation fand es Karl-Heinz Kassner schlicht „skandalös und unvorstellbar, dass es diese traditionsreiche Schule nicht mehr geben soll“. Heinz Joppe hatte eine Laudatio und je ein kleines Präsent aus seiner Bastelwerkstatt parat für das Organisationsteam, das in „mühevoller Kleinarbeit und mit vielen Telefonaten die weit verstreut wohnenden ehemaligen Mitschüler ermittelt und dies Treffen ermöglicht“ hätte.



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