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Initiatorin des Projekts an der Langen Straße strebt bessere Kostendeckung an / Bilanz nach zwei Jahren

Noch wird im Backhaus kräftig "zugebuttert"

Rodenberg (bab). Nach drei Monaten "Backhaus Aktiv" zieht Initiatorin Marlies Weigelt eine positive Bilanz. Die Zahl der Kurse an der Langen Straße 48 hat sich erhöht, und die Nachfrage ist stabil. Nur eine Kostendeckung ist bisher nicht erreicht worden. "Ich schieße jeden Monat noch zu", bedauert Weigelt. Die Kosten für Miete, Energie und Material würden durch die Einnahmen noch nicht gedeckt. Doch die Rodenbergerin ist zuversichtlichund fest entschlossen, "zwei Jahre durchzuhalten".

veröffentlicht am 21.04.2006 um 00:00 Uhr

Solch ein großzügiger Einsatz ist selten, zumal Weigelt keine Gelder aus öffentlichen Mitteln bekommt und das Geld, das sie bei ihrer Teilzeitstelle in Hannover verdient, zum Teil für die Kosten verwendet. "Ich bin ja kein Verein oder so etwas." Deshalb bekomme sie auch keine öffentliche Unterstützung. Dass Weigelt sich trotzdem ehrenamtlich betätigt und hofft, das "Backhaus Aktiv" kostendeckend zu betreiben, führt sie auf ihre Freude am sozialen Engagement zurück. "Ich engagiere mich gerne und bin jemand, der sozial denkt", sagt sie. Deshalb nehme sie von Kursleitern, die fast ausschließlich auf eigene Rechnung arbeiten, auch nur einen moderaten Mietzuschuss. "Eigentlich muss jeder Kurs sich tragen", sagt Weigelt. Sieben Teilnehmer pro Angebot und eine etwas höhere Beteiligung an den Mietkosten von den Kursleitern würden die Kosten decken, hat sie sich ausgerechnet. "Ewig zubuttern willich ja auch nicht." Zu Beginn waren 14 Kurse im Programm, inzwischen sind es 20. Das druckfrische Faltblatt von "Backhaus Aktiv" beinhaltet Angebote vom Dance-Aerobic für Frauen über Seniorengymnastik bis zu "Fit, Fight 'n Fun für Männer". Besonders umfangreich sind die Kursangebote für Kinder. Englisch für Fünft- und Sechstklässler, Vorbereitungen für Vorschulkinder, "Pampers-Tanzen", das Singen und Musizieren mit den Kleinen oder Selbstverteidigungskurse sind nur einige davon. Bei der Akquisition von Kursleitern "kam eins zum anderen", sagt Weigelt. Zuerst habe sie die Personen angesprochen, dann seien die Leute auf sie zugekommen. Auch bei "Rowoki" wird sich das "Backhaus" in diesem Jahr beteiligen, mit einem Angebot für die erste Ferienwoche. Weigelt hätte gerne noch mehr Zeit für das Projekt "und die Ideen gehen mir auch nicht aus". Das derzeitige Tempo will sie durchhalten und die zwei Jahre auch. Dann werde sie eine Bilanz ziehen und entscheiden, ob es sich rentiert.

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