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Tagung von Vertretern der 116 Feuerwehren im Kreisgebiet

Noch „Luft nach oben“ bei den Kindern

Hameln. Die geburtenstarken Jahrgänge der 60er Jahre machen sich nun auch bei der Feuerwehr bemerkbar. Für die Ausscheidenden könnten nämlich irgendwann zu wenig Nachrücker in den Startlöchern stehen. Damit es nicht zu Engpässen kommt, rühren die Kameraden schon seit einiger Zeit kräftig die Werbetrommel für den Dienst in ihren Reihen. Mit leichtem Erfolg, wie bei der Verbandstagung nun bilanziert wurde. „Der Mitgliederstand konnte je nach Einheit mindestens gehalten, in der Regel jedoch ausgebaut werden“, sagte der Vorsitzende Frank Wöbbecke. Wöbbecke räumte allerdings auch die mögliche Gefahr einer Abwärtsspirale ein, denn das zuströmende Personal aus den Jugendwehren reiche in der Regel zurzeit nicht aus, um die nach und nach ausscheidenden Kameraden zu ersetzen. „Einige Zugänge sind noch in der Schnupperphase und es muss abgewartet werden, wie nachhaltig der Personalzulauf tatsächlich ist“, erklärte er seine Bedenken. Zur Verbandsversammlung waren neben den Gästen 273 Delegierte aus dem Kreisgebiet anwesend. Die 42. Verbandsversammlung fand nach 20 Jahren wieder in Hameln im Weserberglandzentrum statt.

veröffentlicht am 30.04.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 14.11.2016 um 16:47 Uhr

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Derzeit hat die Kreisfeuerwehr, laut Frank Müller, 3288 Mitglieder. Der Frauenanteil beträgt knapp 14 Prozent. Der stellvertretende Kreisbrandmeister legte der Versammlung außerdem eine Prozentzahl von 2,6 Prozent Mitgliederrückgang vor, die sein Vorgesetzter zuvor aber schon etwas entkräftet hatte. Die 116 Feuerwehren des Kreisgebietes rückten im vergangenen Jahr zu 12 083 Einsätzen aus. Darin enthalten sind 332 Brände und 1196 technischen Hilfeleistungen mit einem Anteil von 24 technischen Hilfeleistungen bei Verkehrsunfällen mit eingeklemmten Personen. Die Anzahl der Großbrände sank von 13 des Vorjahres auf acht. Die Einsatz Bilanz bedeutet, dass im Jahr 2014 im Landkreis viermal pro Tag eine Feuerwehr zu einem Einsatz alarmiert wurde. 240 Kameraden engagieren sich in sechs Werksfeuerwehren. Die 20 Musikzüge absolvierten 397 öffentliche Auftritte.

Zum Jahresende hatte der Landkreis 24 Kinderfeuerwehren. „Mit Luft nach oben“, wie Kreisbrandmeister Wöbbecke dazu ausdrücklich betonte. Die Anzahl der Jugendwehren beläuft sich laut des Kreisjugendfeuerwehrwartes Thomas Kurbgeweit auf 74 Jugendwehren mit 852 Jugendlichen. Vier Jugendwehren ruhen derzeit allerdings. Ab 1. August 2014 wurden die Feuerwehren des Landkreises mit Digitalfunk ausgestattet. Es wurden 280 fest eingebaute Geräte installiert und 550 Handfunkgeräte ausgegeben. 155 Veranstaltungen wurden zum Thema Brandschutzerziehung und Aufklärung durchgeführt.

Die nächste Verbandstagung soll am 15. April 2016 in Salzhemmendorf stattfinden. Für das Ausrichten der Veranstaltung im Jahr 2017 bewarb sich die Ortswehr Hemeringen, die Versammlung stimmte dem zu. Das Ehrenzeichen der Niedersächsischen Jugendfeuerwehr erhielten Tobias Tasler, Alexander Saffer und Volker Winkelhake. Die Ehrennadel in Silber ging an Heinz-Jürgen Klapper aus Hachmühlen und die niedersächsische Ehrenmedaille erhielt Georg Bormann. Das deutsches Feuerwehr-Ehrenkreuz in Bronze tragen nun Edda Dreier aus Ockensen, Horst Winter (Hauptberufl. Wachbereitschaft Hameln), Andreas Busam aus Unsen, Sven Babbe, (Bessingen), Andreas Pflugstedt (Löwensen) und Friedrich Söhlke (Hemeringen). Das Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber erhielten Friedhelm Senke, Jörg Pyka und Jens Pieper aus Aerzen sowie Marc Zobel (Hauptberufl. Wachbereitschaft Hameln) und Maik Heinrich (Kreissicherheitsbeauftragter). Und das Ehrenkreuz in Gold erhielten Carsten Koch (Bad Münder) und Walter Wiegmann (Salzhemmendorf).



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