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Landkreis fordert Nachbesserungen / Seniorenrat mahnt Taxi an

Noch keine Palliativ-Station im Altenpflegeheim "Schäferhof"

Landkreis (dil). "Das ist skandalös, die Unterlagen liegen dort doch schon seit vier Monaten", hat Richard Jung aus Bad Nenndorf im Kreisseniorenrat geschimpft. Es geht um das Projekt Seniorentaxi, auf das es seit Monaten von der Landesnahverkehrsgesellschaft keine Antwort gibt. "Unverständlich diese Schluderei", klagte auch Karl-Heinz Hansing (Stadthagen). Nun soll mit der Schaumburger Verkehrsgesellschaft (SVG) noch einmal gesprochen und in Hannover Druck gemacht werden. Reiner Worbs vom Kreissozialamt empfahl dem Kreisseniorenrat, selber einen Brief an die LNVG zu schreiben.

veröffentlicht am 11.12.2007 um 00:00 Uhr

Zufrieden zeigte sich der Kreisseniorenrat damit, dass die Bundesregierung dem Thema Patientenverfügung einen gesetzlichen Rahmen geben will. Vorsitzender Willi Lahmann kündigte an, dass 2008 dann die Mitglieder von Seniorenvertretungen im Landkreis diesbezüglich geschult werden sollten, um die neuen Regeln in ihren Kommunen vorstellen zu können. Jung ergänzte, dazu solle die Volkshochschule Schaumburg auch Vorträge oder Kurse anbieten. Albrecht Stein berichtete, dass Obernkirchen 2008 ebenfalls einen Senioren- und Behindertenbeirat bekomme, paritätisch besetzt mit je drei Vertretern dieser beiden Gruppen. In der Samtgemeinde Rodenberg hat sich der Senioren- und Behindertenbeirat bereits etabliert und am 3. Dezember das Projekt "Anrufauto" gestartet. Montags bis freitags von 7.30 bis 18 Uhr kann man für 3,50 Euro eine Taxifahrt in der Samtgemeinde Rodenberg machen, ab zwei Personen gibt es einen Euro Rabatt. Die Kommune deckt das drohende Defizit bis zu einer Höhe von 10 000 Euro, teilte Rodenbergs Beiratsvorsitzender Horst Müller mit. Als Hansing von einem Besuch des Stadthäger Seniorenbeirats im Altenpflegeheim "Schäferhof" im Auetal berichtete und die dort angekündigte erste Palliativstation in einem Schaumburger Altenheim lobend erwähnte, widersprach Worbs. Der Heimbetreiber sei mit seinen Unterlagen vom Landkreis zurückgeschickt worden. Es fehle an den Voraussetzungen wie etwa ausreichend geschultes Fachpersonal. Der Betreiber "Medicare" habe Nachbesserungen für den Genehmigungsantrag angekündigt. Schließlich stellte Hansing das Projekt "Mehrgenerationenhaus" in der "Alten Polizei" in Stadthagen vor, das als einziges im Landkreis vom Bund finanziell gefördert werde. Hansing bat die Mitglieder des Kreisseniorenrates, dafür Anregungen aus den Kommunen beizusteuern, denn es sei ja ein Kreisprojekt. Und nach drei Jahren ende die finanzielle Förderung schon wieder, die "Alte Polizei" bleibe aber bestehen.



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