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Die vom Schuhhaus Niemann in Cammer gestartete Hilfe geht auf den Weg

Noch in dieser Woche fährt das Schiff mit Schuhen zu den Erdbebenopfern

Im Sammellager in Wuppertal werden die eingehenden Kartons mit Schuhen für das Verschiffen in Seecontainer verladen. Foto: pr Cammer. Einen ersten Zwischenstand bei der Aktion "Schuhe für Pakistan" kann Philipp Niemann vom Schuhhaus Niemann in Cammer verkünden: "Inzwischen ist die Hilfe auf dem Weg."

veröffentlicht am 06.02.2007 um 00:00 Uhr

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"Der Fokus der Medien liegt augenblicklich nicht auf der Krisenregion in Pakistan", sucht Niemann nach einer Erklärung, weshalb der Sammelerfolg dieses Mal deutlich geringer ausgefallen ist als im vergangenen Jahr. Der Organisator des heimischen Beitrags zur bundesweit laufenden Schuh-Hilfe für die Opfer des Erdbebens vom 8. Oktober 2005 ist dennoch zufrieden: "Es läuft trotz allem viel besser, als wir erwartet hätten." Na also. Unter der Schirmherrschaft der "Boris Becker und H. D. Cleven Stiftung" sind bei der bundesweiten Aktion im November und Dezember mehr als 95 000 Paar Schuhe gesammelt worden. Die Fachhändler vor Ort hatten die Bevölkerung aufgerufen, gebrauchte aber gut erhaltene Schuhe abzugeben, um die Menschen im Krisengebiet zu unterstützen. Zusätzlich zu den gesammelten Schuhen spendeten die Fachhändler gemeinsam mit ihren namhaften Lieferanten weitere neue Schuhe. All das wurde im Zentrallager in Wuppertal zusammengetragen und in fünf riesige See-Container verpackt. Noch in dieser Woche beginnt das Verschiffen der Schuhe in die Krisenregion. Der Weg führt über Rotterdam und Karatschi nach Islamabad, der Hauptstadt Pakistans. Dort werden die Schuhe von den Mitarbeitern der Regierungsorganisation NWFP übernommen und ins Krisengebiet transportiert. Erinnern wir uns: Das Erdbeben kostete 70 000 Menschen das Leben und machte mehr als drei Millionen Menschen obdachlos.

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