weather-image
27°
Karoline Daseler feiert 100. Geburtstag / Sohn lobt Fleiß der Mutter

Noch im Kaiserreich geboren

Ahnsen (sig). Wenn man noch mit so hellwachen Sinnen das Geschehen um sich herum verfolgen kann, dann bereitet es Freude, hundert Jahre alt zu werden: Karoline Daseler, geborene Kellermeier, hat die Grenze zum zweiten Lebensjahrhundert in guter Verfassungüberschritten. Das freute sie, aber natürlich auch ihre Familie, das Pflegeteam und alle Ehrengäste im Senioren heim "Désireé".

veröffentlicht am 28.03.2008 um 00:00 Uhr

Bürgermeister Heinz Grabbe brachte seine Gratulation im fließenden Platt herüber - eine gängige Mundart, in der sich die Jubilarin häufig genug unterhalten hat. Er erinnerte daran, dass sie zwei Weltkriege unbeschadet überstand. Auch sie habe ihren Teil zum Wiederaufbau der Bundesrepublik beigetragen und sich einen langen schönen Lebensabend mehr als verdient. Zu den Ehrengästen, die Karoline Daseler Glückwünsche überbrachten, gehörten die stellvertretende Landrätin Helma Hartmann-Grohn und Samtgemeinde-Bürgermeister Bernd Schönemann. Sie nahmen an der Kaffeetafel teil, die es am Mittwochnachmittag zu Ehren der Jubilarin im Seniorenheim gab. Geboren worden ist Karoline Daseler in Gelldorf. Sie hatte noch fünf Geschwister und ging in Vehlen zur Schule. Ihr Vater arbeitete als Bergmann bei der Preußag und dürfte noch in den früheren Gelldorfer Schacht eingefahren sein. Nach der Schule gehörte die Jubilarin einer Gruppe, die einen Bauernhof in Achum bewirtschaftete, an. 1931 heiratete sie den im gleichen Ort tätigen Schuster Ludwig Daseler. Sie bekamen zwei Söhne - Helmut und Willi. Beide wurden im Schaumburger Land als erfolgreiche Fußballer bekannt. Willi spielte beim FC Hevesen auf Bezirksebene, Helmut unter anderem in der Amateur-Oberliga beim VfL Bückeburg zusammen mit Hans Dinnissen, Rolf Sieker, Fritz Kemker und Torwart "Katte" Vogt. Natürlich war Karoline Daseler stolz auf ihre Söhne, von denen heute nur noch der jüngere Willi lebt. Er lobt Fleiß und Zuverlässigkeit seiner Mutter. Als ihr Ehemann zwischen 1939 und 1945 in den Krieg ziehen musste, zog sie allein ihre Kinder auf. Der Vater arbeitete nach der Heimkehr weiter in seinem Beruf, dann aber für die britische Royal Airforce in Achum.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare