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Zusätzlich zum Kamm-Abtrag: Steinbruch-Erweiterung um 2,6 Hektar geplant

NNG will "Werkstattfelsen" abbauen

Steinbergen (wer). Die Norddeutsche Naturstein GmbH (NNG) will nicht nur den Kamm des Messingsbergs abtragen, sondern den Abbau auch auf dem Steinbruch-Gelände selbst ausdehnen. Zur Antragskonferenz am 23. Mai präsentiert das Unternehmen Pläne für eine neue Erweiterung um 2,6 Hektar, außerdem will man auf einer bereits genehmigten Fläche tiefer abbauen als geplant.

veröffentlicht am 10.05.2007 um 00:00 Uhr

Nicht nur den Kamm des Messingsbergs will die NNG abtragen, sond

Die NNG möchte den zentral im Steinbruch gelegenen "Werkstattfelsen" zusätzlich verwerten. Bislang wird der Bereich innerhalb der Betriebsfläche als Werkstatt genutzt, außerdem sollen bereits rekultivierte Gebiete und Haldenböschungen abgegraben werden. Neben der Erweiterung strebt das Unternehmen auf den östlich angrenzenden Flächen eine vertikale Vertiefung des Abbaus um neun Meter an. Beide Bereiche liegen im Norden des Steinbruchs, nahe der Autobahn. Darüber hinaus soll außerhalb des Betriebsgeländes auf einer knapp einen Hektar großen Fläche (zwischen dem neuen Abbaugebiet und der A 2) eine Außenhalde entstehen. Mit der Erweiterung verfolge man das im Landesraumordungsprogramm vorgegebene Ziel, die Lagerstätte vollständig auszubeuten, heißt es in der offiziellen Begründung. Eine Erhöhung der Jahresproduktion sei nicht geplant, aber man benötige die Flächen, um eine kontinuierliche Produktion sicherzustellen. Die neuen Ressourcen würden die Restlaufzeit des Steinbruchs von derzeit sieben bis acht Jahren nur um "ein oder zwei Jahre" verlängern, ergänzt NNG-Geschäftsführer Uwe Werner auf Anfrage. Was eher untertrieben sein dürfte: Bislang rechnete die NNG immer ein Jahr Betriebszeit für eine Million Tonnen Gestein. Mit der angestrebten Erweiterung und Vertiefung des Abbaus sollen 4,6 Millionen Tonnen Gestein gewonnen werden - mehr Material sogar, als nach eigenen Angaben durch den Kammabtrag verwertet würde. Siegfried Klingebiel, Werners ehemaliger Partner in der NNG-Geschäftsführung, hatte die verwertbare Menge Gestein aus diesem Projekt im März auf "drei bis vier Millionen Tonnen" beziffert, was die Betriebslaufzeit um drei bis vier Jahre verlängern sollte. Falls der Abtrag des Kamms genehmigt wird. Zieht die NNG, weil sie nach dem politischen Gegenwind der letzten Monate selbst nicht mehr daran glaubt, mit der Erweiterung jetzt Plan B aus der Schublade? "Wir brauchen beides für die Zukunft", sagt Uwe Werner. Man habe in Steinbergen in den letzten Jahren über drei Millionen Euro investiert, man müsse den Betrieb dort langfristig sichern. Die Erweiterungspläne sind älter als der Bergrutsch. Als der Landkreis im Entwurf für das Regionale Raumordnungsprogramm 2001 die gewünschten Flächen, weil sie als bereits abgebaut galten, aus dem Rohstoffgebiet streichen wollte, intervenierten die Schaumburger Steinbrüche über das Landesamt für Bodenforschung beim Landkreis. Die geplante Änderung wurde damals zurückgenommen. Am 23. Mai kommen Firmen-, Behörden- und Verbandsvertreter erneut zur Antragskonferenz in der "Grafensteinerhöh" zusammen, um den planungsrechtlichen Rahmen für beide Abbauprojekte, die Erweiterung und den Kammabtrag, abzustecken. Ein Treffen aus gleichem Anlass fand bereits vor einem Jahr statt. Damals stand jedoch "nur" ein Teilabtrag der Bergkuppe zur Debatte.



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