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Niedersachsen plant Kinderschutzstrategie gegen Missbrauch

Niedersachsen plant eine Kinderschutzstrategie gegen sexuellen Missbrauch, nachdem hundertfache Übergriffe auf einem Campingplatz in Lügde Schwachstellen offenbart hatten. "Wir müssen immer wieder analysieren, ob unsere Maßnahmen greifen, ob sie ausreichen", sagte Sozialministerin Carola Reimann (SPD) am Freitag im Landtag in Hannover. "Im Kinderschutz sind wir gemeinsam gefordert, mit vereinten Kräften Kindesmissbrauch konsequent zu bekämpfen." Bei dem vor einem Jahr bekannt gewordenen Missbrauchsfall in Lügde waren massive Behördenfehler ans Licht gekommen. So hatte das Jugendamt in Hameln einem der Haupttäter trotz mehrerer Hinweise auf sexuell übergriffiges Verhalten die Pflegschaft für ein Mädchen übertragen. Der Hameln-Pyrmonter Landrat Tjark Bartels (SPD), der in der Folge unter Druck geriet und sich Anfeindungen ausgesetzt sah, trat später zurück.

veröffentlicht am 31.01.2020 um 15:36 Uhr



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