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Nie ein Protzleben geführt

Zu: „Hoeneß noch tiefer in der Schuld“, vom 12. März

veröffentlicht am 18.03.2014 um 06:00 Uhr

Uli Hoeneß hat nie ein Protz- und Prunkleben geführt mit Jachten und dicken Autos wie die Fußballspieler von Bayern München. Jahrzehntelang wohnte er mit seiner Familie in einem Reihenhaus in Ottobrunn, erst vor ein paar Jahren kaufte er ein Bauernhaus oberhalb vom Tegernsee in Bad Wiessee.

Standbein ist seine Wurstfabrik in Nürnberg, und wer beim Discounter „Original Nürnberger Rostbratwürste“ kauft, die sind von Hoeneß! Treu und brav zahle ich jedes Jahr Steuern für meine Betriebsrente ans Finanzamt, nachdem die Schrödersche Regierung meinte, den Rentnern ginge es viel zu gut. Und Leute wie Hoeneß jonglieren mit so ungeheuren Summen von 350 Millionen – allein 180 Millionen soll er verzockt haben.

Bayern-München-Fans halten ihm zugute, dass er zig Millionen für wohltätige Zwecke gespendet hat, aber diese Wohltaten wurden vom unterschlagenen Geld bezahlt.

Vielleicht waren ihm die Steuerfahnder auf der Spur und hatten seine Geheimkonten in Zürich entdeckt? Dann wäre er ohne Selbstanzeige vermutlich zehn Jahre hinter Gitter gekommen? Der Staatsanwalt forderte fünfeinhalb Jahre, dreieinhalb Jahre Knast lautet nun das Urteil.

Stellt sich nun die Frage: Kann ein Zocker, welcher der Spielsucht verfallen ist, als Aufsichtsratsvorsitzender den Aufsichtsrat vom Fußballverein Bayern München kontrollieren, und gehörte nicht nur Hoeneß, sondern auch seine Steuerberater auf die Anklagebank?

Ilse Nolte, Hameln

Gehört nicht nur Hoeneß, sondern auch seine Steuerberater auf die Anklagebank? Diese Frage stellt sich unsere Leserbriefschreiberin.



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