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Verkehrszählung bringt die Wende - Verwaltungsausschuss lehnt bauliche Veränderungen ab

Nicht zu viel Verkehr in der Fußgängerzone

Bückeburg (rc). "Bauliche Maßnahmen sind völlig überflüssig. So viel Verkehr ist nicht zu sehen." Aus diesem Grund hat es der Verwaltungsausschuss auf seiner Sitzung am Montagabend ab gelehnt, in der Fußgängerzone Veränderungen wie einen versenkbaren Poller vorzunehmen, um den Autoverkehr aus der Langen Straße herauszuhalten. Das teilte Bürgermeister Reiner Brombach auf Anfrage unserer Zeitung aus der nicht öffentlichen Sitzung mit.

veröffentlicht am 25.06.2008 um 00:00 Uhr

Das Thema hatte der Rat auf seiner Sitzung Ende März auf die Tagesordnung gebracht, als einmütig festgestellt wurde, dass zu viel Verkehr durch die Fußgängerzone fahre. Danach sollte das Thema zunächst zu den Akten gelegt werden, da seitens der Verwaltung kein Handlungsbedarf gesehen wurde. Nach Protesten der Ratsmitglieder in der nicht öffentlichen Sitzung des Bau- und Umweltausschusses Anfang Juni wurde das Bauamt doch noch tätig und veranlasste eine Verkehrszählung und -kontrolle. An insgesamt vier Werktagen wurde stundenweise sowohl von Mitarbeitern des Ordnungsamtes als auch der Polizei gezählt beziehungsweise kontrolliert: einmal nachmittags von 14.15 bis 19.30 Uhr, zweimal von 15 bis 16 Uhr und zweimal von 18 bis 19 Uhr. Das Ergebnis: Beim ersten Mal fuhren insgesamt neun Fahrzeuge durch die Zone, sieben hatten Ausnahmegenehmigungen. Nachmittags waren sieben Fahrzeuge unterwegs, einer ohne Ausnahmegenehmigung, abends wurde kein Fahrzeug gesichtet. Vormittags, wenn die Zone ab 11 Uhr für den Anlieferverkehr gesperrt ist, wurde nicht gezählt. Baufachbereichsleiter Karlheinz Soppe begründete diese Lücke eben mit dem Anlieferverkehr, dem zum Teil Ausnahmegenehmigungen bis 12 Uhr erteilt worden seien. "Uns ist nach diesen Zahlen im Verwaltungsausschuss klar gewesen, dass bauliche Maßnahmen völlig überflüssig sind", fasste Brombach das Ergebnis der Verkehrszählung zusammen. Dennoch sollen nach Aussage Soppes noch einmal die Eingangsbereiche der Zone gegenüber der Stadtkirche und unten am Marktplatz verbessert werden, um mit einer verengten Eingangssituation zu verhindern, dass Autos in die Fußgängerzone einfahren. Vor der Stadtkirche sei die Situation schon in Ordnung, am Marktplatz allerdings noch nicht. Der Bürgermeister korrigierte die in der Bauausschusssitzung gemachte Aussage, dass es 400 Ausnahmegenehmigungen zum Durchfahren der Zone gebe. 33 sind es laut Brombach, größtenteils an Anwohner vergeben.



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