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Holzhäuser Schützen freuen sich über gute Leistung in der Jugendabteilung

Nicht jeder trägt die Uniform

BAD PYRMONT. Mit bewundernswerter Kondition musste sich der „Erste Mann“ im Holzhäuser Schützenverein, Präsident Sebastian Eicke, durch die Tagesordnung kämpfen und schloss die Jahreshauptversammlung erst ziemlich genau nach drei Stunden.

veröffentlicht am 14.03.2017 um 14:53 Uhr

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Reporter

Eine lange Liste war abzuarbeiten, mit viel Routine, doch auch mit einigen Knackpunkten durchsetzt. Dabei überwogen allerdings die positiven Aspekte. Mit Michael Oppermann kann man in diesem Jahr wieder einen Kronprinzen vorweisen und Eicke appellierte an sein Schützenvolk, dass man auch für 2018 einen solchen finden möge.

Sehr zufrieden zeigte er sich mit dem Schützenjahr 2016, in dem das Schützenfest sehr gut besucht war und sogar ein kleiner Überschuss erwirtschaftet werden konnte. Auch die Teilnahme an den Ausmärschen befreundeter Vereine sei stark gewesen.

Doch es gab auch einige Kritik. Die Preisschießen könnten, so Eicke, besser besucht sein, und ein ganz besonderer Dorn im Auge sei die „Kleiderordnung“. Gerade bei öffentlichen Auftritten der Schützen, wie etwa beim Schützenfest, habe man viele Vereinsmitglieder in Zivil festgestellt. „Das ist eine ganz schlechte Außenwirkung“, tadelte Sebastian Eicke, „warum sollten Gäste kommen, wenn unsere Schützen nicht durch ihre Uniform visuell wahrnehmbar sind? Zeigt Verbundenheit und tragt die Uniform!“ Man müsse in der Öffentlichkeit eben uniformiert Flagge zeigen, denn es gelte, den dramatischen Mitgliederrückgang zu stoppen und mit Werbemaßnahmen umzukehren. Schließlich hat der Verein in den letzten sechs Jahren einen kräftigen Verlust zu verzeichnen. Von 478 ging die Mitgliederzahl auf gegenwärtig 385 zurück, was dem Ausscheiden aus Altersgründen, Todesfällen und Austritten von Jugendlichen geschuldet sei. Allerdings habe man auch zirka 60 Karteileichen entfernt, die das Mitgliederniveau künstlich hochgehalten hätten. Eine sehr positive Entwicklung konstatierte Eicke bei der Jugendabteilung, die er selber mitbetreut und die „eine unwahrscheinliche Steigerung mit sehr guten Ergebnissen“ hingelegt habe. So aktiv die Jugendabteilung aber auch ist, man gerate in Sachen Ausrüstung, gemeint sind Schießjacken und Gewehre, ans Limit. Außerdem fehle ein weiterer Betreuer, da die Anzahl der Kinder beim Schießen einfach sehr groß sei. Mit viel Bedauern, jedoch unter großem Beifall, verabschiedete er den bisherigen Schießsportleiter Dieter Rosenbaum, der auf die große Wichtigkeit der Jugendarbeit für den Fortbestand des Vereins hinwies. Als Nachfolger rückt Michael Oppermann in das Amt, sein Stellvertreter ist Matthias Bodendorfer. Bei den Neuwahlen zum Vorstand bestätigten die Holzhäuser Schützen ihren Präsidenten Sebastian Eicke in seinem Amt, ebenfalls seinen Stellvertreter Bernd Loose. Detlev Todte bleibt Kassierer, sein Stellvertreter Peter Xylander. Das Amt des Schriftführers übernimmt Ilsemarie Xylander, ihre Stellvertreterin ist Iris Föge. Zum Mitglied zbV (zur besonderen Verwendung) wählte die Versammlung Rolf Zeck.



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