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Galeristin Ursula Gerntrup zeigt Katrin Nöldekes "Bilder aus meinem Leben"

"Nicht gewollt mit dem Kopf gemalt, sondern voller Emotionalität"

Bückeburg (jp). Katrin Nöldeke ist in der Bückeburger Kunstszene und speziell der Galerie Gerntrup schon lange keine Unbekannte mehr. Schon im April 2002 wurde an gleicher Stelle eine Ausstellung mit Bildern von ihr und Werken der französischen Bildhauerin Christine Sebah gezeigt. Ohnehin ist die gebürtige Hamburgerinund Ururgroßnichte Wilhelm Buschs eine Beinahe-Bückeburgerin, ging sie doch hier zur Schule und legte am Gymnasium Adolfinum ihr Abitur ab.

veröffentlicht am 06.04.2006 um 00:00 Uhr

Katrin Nöldeke portraitiert vor allem sich und ihre Zwillingssch

Daher war der große Andrang bei der Eröffnung einer neuen Schau mit Werken der heute in Marl lebenden und arbeitenden Künstlerin verständlich: So viele Besucher erlebte die offizielle Eröffnung der Schau mit dem Titel "Bilder aus meinem Leben" durch Galeristin Ursula Gerntrup, unter ihnen der stellvertretende Bürgermeister Jürgen Harmening und die ehemalige Bürgermeisterin Edeltraut Müller, dass der Ausstellungsraum der Kunstgalerie am Dr.-Witte-Platz die vielen Menschen kaum zu fassen vermochte. Zeigte die Ausstellung vor vier Jahren vor allem figurative und farbenfrohe Bilder, so erlebte das kunstinteressierte Bückeburger Publikum jetzt die Portraitmalerin Katrin Nöldeke. Diese Entwicklung resultiert aus zahlreichen Kursen an der Europäischen Kunstakademie Trier, die Katrin Nöldeke seitdem belegte, einer Reihe von Studienreisen ins europäische Ausland sowie einem Studium an der Freien Kunstakademie Rhein/Ruhr in Krefeld bei Veit Johannes, welches sie von 2002 bis 2005 absolvierte. Beliebtestes Motiv der jetzt in der Galerie Gerntrup gezeigten Bilder ist die Künstlerin selbst: Katrin Nöldeke portraitierte vor allem sich und ihre Zwillingsschwester, zum Teil im Kreis ihrer Familie und in Serienbildern. Ursula Gerntrup wies in ihren Eröffnungsworten auf den großen Einfluss Francis Bacons hin. Schon lange fühle sich Katrin Nöldeke dem Vermächtnis des 1992 verstorbenen progressiven, britischen Malers verpflichtet: "Sie arbeitet gerne wie Francis Bacon seriell. Jedes Einzelbild ist anders, alle zusammen ergänzen sich fließend zum Gesamtkunstwerk." Katrin Nöldeke habe gelernt, den Zufall als künstlerisches Prinzip in ihre Bilder mit einfließen zu lassen, so Ursula Gerntrup: "Das Ergebnis ist beeindruckend. Man sieht Katrin Nöldekes Bildern an, dass sie nicht gewollt mit dem Kopf gemalt sind, sondern vor allem Stimmung und Emotionalität wiedergeben." Öffnungszeiten: Die Ausstellung "Bilder aus meinem Leben" mit Bildern Katrin Nöldekes ist noch bis zum 29. April in der Galerie Gerntrup während der bekannten Öffnungszeiten (dienstags bis donnerstags 15 Uhr bis 18 Uhr sowie nach Vereinbarung) zu sehen.

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