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„Nicht die Schablone eines Musterjahrgangs“

Wenn man sein Abitur in der Tasche hat, geht es erst einmal um Erleichterung.

veröffentlicht am 21.06.2017 um 13:24 Uhr

Lena Küster und Philip Schnorfeil haben ein Abi mit 1,1 erreicht. CK
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Christa Koch Reporterin

Oberbürgermeister Claudio Griese hatte dafür Verständnis bei der Entlassungsfeier des Viktoria-Luise-Gymnasiums, wo nach seinen Worten auch die Entwicklung der Persönlichkeit im Fokus gestanden hat. Und er gab den jungen Leuten etwas mit auf den Weg: Das Zukunftsentwicklungskonzept 2030, das unter anderem das Thema Bildung und die Weiterentwicklung der Hochschule Weserbergland in den Fokus stellt. Griese zu den Abiturienten: „Ich würde mich freuen, wenn Sie Hameln als Ihren Lebensmittelpunkt sehen.“

„Das Abitur ist nicht das Ende, sondern der Abschluss einer Etappe und der Anfang von etwas Neuem“, sagte Holger Stöcker als Vertreter des Schulelternrates und warb: „Vertrauen Sie sich selbst.“ Ähnlich äußerte sich auch Angela Kane, eine „Goldabiturientin“ des Vikilu, die auf internationalem Parkett viel herumgekommen ist und sogar schon für Kofi Annan gearbeitet hat. Sie wollte den jungen Leuten Mut für die Zukunft machen und appellierte an sie, sich „Lebensfreude und Neugier“ zu bewahren. Und: „Auch ein krummer Weg führt irgendwo hin.“ Einen krummen Weg, den wollen offenbar etliche einschlagen, wie Emine Tutkunkardes und Johannes Jordan als Vertreter des diesjährigen Abi-Jahrgangs feststellten. „Viele von uns habenden Wunsch, erst mal ein Jahr Pause zu machen, entweder im Ausland oder bei einem Freiwilligen Sozialen Jahr“, sagten die beiden, die einräumten, nicht die „Schablone eines Musterjahrgangs“ gewesen zu sein.

Und dennoch haben die Vikilu-Schüler einen Notendurchschnitt erreicht, der über dem des Landes liegt. Schulleiter Dr. Michael Glaubitz während dieser von Chor und Orchester begleiteten Feierstunde war denn auch stolz auf die Absolventen, von denen Lena Küster und Philip Schnorfeil den sagenhaften Abschuss von 1,1 erreichten. Aber auch viele andere der insgesamt 103 Schüler wurden für ihre Leistungen ausgezeichnet. Und das sei nicht zuletzt den Lehrern und den Eltern zu verdanken“, betonte Glaubitz. „Uns ging es nie darum, Euch bloß fit zu machen für das Berufsleben, sondern damit Ihr selbst entdeckt, wer Ihr seid.“ Die Offenheit für Neues, das Nachdenken, die Auseinandersetzung mit sich selbst – das hätten alle in diesen Jahren lernen können an der Vikilu.

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