weather-image
20°
94 gewerbliche und kaufmännische Auszubildende erhalten ihre Zeugnisse

"Nicht auf dem Sofa liegen bleiben"

Stadthagen (gus). Ein rundweg positives Fazit haben die Redner bei der Freisprechung von 94 Stadthäger Auszubildenden in kaufmännischen und gewerblichen Berufen innerhalb der IHK gezogen. Den jungen Männern und Frauen rieten Reinhard Winter, IHK-Geschäftsstellenleiter in Stadthagen, Bürgermeister Jürgen Hoffmann, BBS-Leiter Jürgen Steltner und Studiendirektor Georg Keuneke, möglichst viele Fortbildungsmaßnahmen zu nutzen.

veröffentlicht am 06.07.2006 um 00:00 Uhr

Hochprozentiges Ergebnis: Oliver Friebel (l.) und Natalja Wallin

Winter zeigte sich im Stadthäger "Ratskeller" angesichts einer Durchfallquote von 7,4 Prozent in Stadthagen und Rinteln zufrieden. In Stadthagen allein betrug die Quote etwas mehr als zehn Prozent - 106 Auszubildende hatten sich zur Prüfung angemeldet, 94 haben bestanden. "Diese Leistung ist für die Prüflinge, deren Eltern und Lehrer und die Ausbildungsbetriebe ein Grund, richtig stolz zu sein", meinte Winter. Der IHK-Geschäftsstellenleiter machte sich angesichts des guten Ergebnisses für die duale Ausbildung stark. Die Zusammenarbeit zwischen Berufsschulen und Betrieben habe sich positiv entwickelt. Winters Dank galt Ausbildern, Lehrern und Prüfern. Hoffmann nannte die bestandene Ausbildung einen großen Schritt, der die "Tür zum Eintritt ins Berufsleben weit geöffnet hat". Der Bürgermeister ermunterte die Absolventen, mit Weiterbildungsmaßnahmen nachzulegen. Auch Keuneke und Steltner nannten diesen Aspekt als mitentscheidend für einen erfolgreichen Weg ins und im Arbeitsleben. Dabei sei es wichtig, engagiert nach Verbesserungsmöglichkeiten zu Suchen. "Wer sich aufs Sofa legt und wartet, bis er abgeholt wird, liegt in zehn Jahren noch da", sagte Keuneke. Auf keinen Fall, so der Studiendirektor, der die Zeugnisvergabe moderierte, dürften die Berufsneulinge resignieren - auch wenn es nicht gleich mit einer Übernahme im Betrieb oder einer anderen Stelle klappen sollte. Zur Not sei auch ein Berufswechsel in Betracht zu ziehen. Unter den 94 Prüflingen, die anschließend ihre Zeugnisse erhielten, stellten die Einzelhandelskaufleute mit 24 die größte Fraktion, gefolgt von 23 Bankkaufleuten. 14 Bürokaufleute, neun Groß- und Einzelhandelskaufleute sowie sieben Fachinformatiker haben ihre Prüfungen bestanden. Jeweils drei Absolventen arbeiten künftig als Automobilkaufleute, Verkäuferinnen, Informatikkaufleute, Industriemechaniker und Werkzeugmechaniker. Außerdem haben ein IT-Elektroniker und eine technische Zeichnerin ihre Prüfung bestanden. Zwei frisch gebackene Kaufleute haben für 92 Punkte im Prüfungsergebnis eine "lobende Anerkennung" erhalten. Dies waren Bürokaufmann Oliver Friebel, der bei "Equiprint" in Stadthagen gelernt hat, und Einzelhandelskauffrau Natalja Wallinger, die bei "Plus" in Langenhagen Auszubildende war. Ann-Christin Kaim und Michael Krüger lagen knapp unter 92 Punkten. Zwölf Bankkaufleute haben ein Zusatzzeugnis erhalten, weil diese die Fachhochschulreife erlangt haben. Steltner würdigte dies als herausragende Leistung.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare