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Klinik investiert 700 000 Euro

Neurologische Abteilung: Viel Lob für "Meilenstein"

Bad Nenndorf (rwe). Volles Haus in der Klinik Niedersachsen. Gemeinsam mit vielen Gästen aus der örtlichen Politik und von Versicherungsträgern hat das Unternehmen offiziell seine Neurologische Abteilung eröffnet. Mit der Investition von 700 000 Euro wurden zugleich gut 25 zum Teil hochqualifizierte Arbeitsplätze geschaffen und der Bestand der nunmehr 200 Arbeitsplätze für Bad Nenndorf gesichert.

veröffentlicht am 26.11.2007 um 00:00 Uhr

Feierlicher musikalischer Auftakt zur Eröffnung der Neurologisch

Die Geschäftsführer der Klinik Niedersachsen taten gut daran, ein wenig zu warten, bis sie die neue Neurologie-Abteilung öffentlich präsentierten. Denn nicht nur die modern eingerichteten Zimmer können sich sehen lassen. Klinik-Chef Horst Schiller konnte nach fast fünf Monaten Betrieb auch gute Zahlenmelden. Im Mittel sind 35 der 50 Betten belegt, Tendenz steigend. Nach zwei Jahren an der Spitze des Unternehmens hatte der Diplom-Kaufmann allen Grund zur Freude. 2005 hatte er nach eigenen Worten mit seinem Kollegen Jörg Kienast eine Stärken-Schwächen-Analye des Hauses vorgenommen. Das Ergebnis stimmte wenig fröhlich. Auch ohne nennenswerte Einflüsse drohte bei gleichbleibenden Rahmenbedingungen die wirtschaftliche Schieflage. Mit Blick auf die Kompetenz in den Indikationen der Orthopädie und der Inneren Medizin sei der Weg zur Neurologie ganz kurz gewesen, so Schiller. Zahlreiche Gesprächen mit den Partner im Gesundheitswesen hätten sie darin bestärkt. Es folgte das medizinische Konzept und die Genehmigung durch die Rentenversicherung. Schiller: "700 000 Euro haben wir investiert, wohlgemerkt aus eigenen Mitteln." Anfang Juli nahm der neue Chefarzt Hans Jörg Stürenburg mit drei Kollegen und 20 weiteren Fachkräften die Arbeit auf. Mit der als "Meilenstein" bezeichneten Neurologie ist der Verbesserungsprozess aber nicht abgeschlossen. Schiller kündigte nach dem "Zwischenstopp" schon weitere Schritte an - die Richtung ließ er aber offen. Doch schon für die erste Etappe gab es viel Lob für so viel Weitsicht und Entschlossenheit. Angelika Wegener, Gesundheitsdirektorin bei der Rentenversicherung Münster, machte Mut. Die Zahl der Reha-Anträge und der Bedarf steige. Mit den drei Indikationen habe die Klinik deutliche Vorteile und die Möglichkeit, stärker interdisziplinär zu arbeiten. Für Martina Eimbeck-Kaufmann von der AOK Niedersachsen ist die Klinik Niedersachsen "eine der besten im Lande" und wichtiger Partner. Mehr als 1000 Mitglieder pro Jahr würden dort "ausgezeichnet" versorgt. Sie sieht in der Neurologie-Abteilung den Anfang einer Erfolgsgeschichte. Das hörte Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier gerne. Das Therapieangebot in dieser Breite suche in Schaumburg und der Region seinesgleichen. Er beglückwünschte die Klinik zu der Sicherung von 200 Arbeitsplätzen. Die hob auch Bürgermeisterin Gudrun Olk hervor. "Das ist auch eine große Tat für Bad Nenndorf", sagte sie und lobte die Schritte des Unternehmens aus der Kurkrise. In solch einem Fall dürfe niemand auf eine Selbstheilung warten. Olk: "Schwere Krankheiten vergehen nicht von selber. Die muss man therapieren." Zum Thema



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