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Rodenberger Kandidaten stellen sich im Rathaus vor

Neun Teenager sind alle sicher drin im Parlament

Samtgemeinde Rodenberg (bab). Obwohl es ebenso viele Kandidaten gibt wie Sitze im künftigen Jugendparlament der Samtgemeinde Rodenberg gibt, werden die Mädchen und Jungen für das neue Gremium ordnungsgemäß gewählt. Vier Mädchen und fünf Jungen im Alter zwischen 14 und 17 Jahren treten an und entsprechen damit dem Altersrahmen ihrer Wähler. Ideen für ihre Arbeit haben sie auch schon.

veröffentlicht am 09.02.2008 um 00:00 Uhr

Die Rodenberger Kandidaten (v.l): Sascha Blazek (15, Rodenberg),

Am Mittwoch, 20. Februar, stehen die Wahlurnen in den Schulen, und am Donnerstag, 21. Februar, kann von 8 bis 18 Uhr im Rodenberger Rathaus die Stimme abgegeben werden. 849 stimmberechtigte Jugendliche wohnen in der Samtgemeinde und wurden von Günther Wehrhahn aus dem Hauptamt angeschrieben. Sie dürfen drei Stimmen auf ihre Favoriten verteilen. Die Belange ihrer Generation wollen künftig vertreten: Tatjana Blum (17, Apelern), Jana Bredemeier (15, Rodenberg), Sandra Hill (16, Apelern), Isabell Michaelis (16, Lauenau), Sascha Blazek (15, Rodenberg), Daniel Devriel (17, Rodenberg), Kevin Grahl (16, Rodenberg), Lars Hessmann (14, Rodenberg) und Sven Hornung (17, Rodenberg). Alle sind Schüler der Stadtschule in Rodenberg oder des Gymnasiums Bad Nenndorf. Einige haben bereits Erfahrung als Klassen- oder Schülersprecher und in der Vereinsarbeit. Die Motivation ist bei allen, sich für ihre Altersgenossen zu engagieren. "Ich will etwas bewegen", sagten alle Kandidaten. "Jugendliche sollten sich auch um Probleme von Jugendlichen kümmern. Das können sie besser als Erwachsene", argumentierte Lars Hessmann. Es sei eine "tolle Sache", dass Jugendliche auf diese Weise mitreden können, meinte Daniel Devriel, der an alle Altersgenossen appellierte, sich mit ihren Wünschen, Vorschlägen und Anregungen an die neuen Parlamentarier zu wenden. Sven Hornung wünscht sich, dass die Jugendlichen insgesamt "wesentlich ausgelassener werden". "Ich finde, dass für uns viel zu wenig gemacht wird", kritisierte Isabell Michaelis die fehlenden Räume für Jugendliche. Die Schüler plädieren dafür, Möglichkeiten zu schaffen, die ihnen Gelegenheit geben, sich außerhalb von Vereinsarbeit in den Orten zu treffen. "Der Verein bietet nicht für jeden etwas", meinte Jana Bredemeier. Unter fehlenden Sporthallenzeiten litten besonders die Junioren. Lars Hessmann machte sich auch Gedanken um jugendliche Migranten. Diese seien in den Vereinen wenig vertreten. "Sie bleiben unter sich und grenzen sich aus, man muss Möglichkeiten finden, sie zu integrieren", schlug er vor. "Schlechte Erfahrungen" mit Vereinen hat Sascha Blazek gemacht. Außerdem bemängelte er, dass sich die "RoWoKi"-Angebote in den Sommerferien größtenteils an jüngere Kinder richteten. Die nicht vorhandenen Verbindungen am Abend imöffentlichen Nahverkehr sind ein weiteres Problem, das von den Kandidaten angesprochen wurde. Auch die Alternative, mit dem Fahrrad zu fahren, hat Tücken. "Stockfinster" sei es beispielsweise auf dem Radweg zwischen Rodenberg und Apelern", so Tatjana Blum. Sogar an die Finanzierung ihrer Wünschedenken die Nachwuchspolitiker. "Wir müssen Projekte durchbringen, die auch bezahlbar sind", sagte Lars Hessmann in weiser Voraussicht.



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