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Sternsingerüberbringen Segensbitte / 16 Jungen und Mädchen unterwegs / "Eine ganz tolle Resonanz"

Neujahrsgrüße an 100 Bückeburger Türen

Farbenfroh: Sternsinger im katholischen Gemeindehaus. Fotos: jp Bückeburg (jp). "Kinder sagen ja zur Schöpfung Tianay ny HaritananAtra" lautete das Leitwort der diesjährigen Sternsingeraktion. Bundesweit waren wieder rund 500 000 Jungen und Mädchen zwischen dem 29. Dezember und dem 6. Januar in den Gewändern der Heiligen drei Könige unterwegs, um die Frohbotschaft und den traditionelle Segensbitte 20+C+M+B+07 zu überbringen sowie Spenden für notleidende Kinder in aller Welt zu sammeln. Die Buchstaben C+B+M stehen dabei für "Christus mansionem benedicat" = "Christus segne dieses Haus". Gleichzeitig bilden sie die Anfangsbuchstaben der drei Vornamen Caspar, Melchior und Balthasar. Beispielland der diesjährigen Sternsingeraktion ist Madagascar.

veröffentlicht am 09.01.2007 um 00:00 Uhr

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Im Bereich Bückeburg und Bad Eilsen waren 16 Jungen und Mädchen unterwegs. Über einhundert Haushalte der Katholischen Kirchengemeinden St. Marien und St. Johannes wurden dabei besucht, wo zum Neujahrsgruß der Segenswunsch 20+C+M+B+07 mit Kreide über den Haustüren angeschrieben wurde. "Eine ganz tolle Resonanz", befand Organisator Stephan Reygers von der Kirchengemeinde St. Marien. Bei den Besuchern der Sternsinger in Bückeburg und Bad Eilsen sei darüber hinaus eine enorme Spendensumme zusammengekommen. Genaue Zahlen konnte Stephan Reygers zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht nennen. Die Sternsinger erinnern mit ihren Besuchen an die drei weisen Sterndeuter der Weihnachtsgeschichte, aus denen in der Volksfrömmigkeit die "Heiligen Drei Könige aus dem Morgenland" wurden. Die drei Weisen sind die ersten, die mit den Geschenken Gold, Weihrauch und Myrrhe dem Messias huldigen. Meistens werden sie als Angehörige drei verschiedener Rassen dargestellt: Caspar als Afrikaner, Melchior als Europäer und Balthasar als Asiate. Der Bericht über die Sterndeuter zeigt, dass sich Gott in der Geburt Christi allen Menschen mit seiner Barmherzigkeit und Gerechtigkeit mitteilt und vor der ganzen Welt erscheint. Deshalb feiert die katholische Kirche am Dreikönigsfest das Fest der Epiphanie, der Erscheinung des Herrn. Die Christen haben mit dem Ausdruck "Epiphanie" den römischen Begriff für das Auftreten eines Kaisers auf Jesus Christus übertragen, um zu verdeutlichen, dass dieser die Offenbarung Gottes ist. Während an Weihnachten die Menschwerdung Gottes gefeiert wird, wird nun die Göttlichkeit Jesu Christi in den Vordergrund gestellt. Den Abschluss fand die Sternsingeraktion in Bückeburg und Bad Eilsen im Rahmen des Familiengottesdienstes am ersten Sonntag nach Neujahr mit der Einholung der Sternsinger. Anschließend traf sich die Gemeinde zum traditionellen Neujahrstreff im Gemeindehaus, wo sie von Pfarrer Matthias Ziemens und dem Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Johannes Kersting begrüßt wurden. Kersting erinnerte in seiner Begrüßungsansprache daran, dass die Katholische Kirchengemeinde St. Marien Bückeburg vor 90 Jahren, also 1917, zwei ihrer drei großen Bronzeglocken zu Kriegszwecken abliefern musste. Eine weitere der 1863 gegossenen Bronzeglocken wurde 1929 eingeschmolzen. Die Weihe der neuen Glocken fand am 8. Dezember 1929 statt. Eine von ihnen, die Glocke "St. Paulus", ruft auch noch heute die Bückeburger Katholiken mit ihrem Klang zum Kirchgang.

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