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Cammers Kameraden drücken auf die Tube / "TSF-W" taugt für den Erstangriff

Neues Löschfahrzeug wartet schon - Wehr-Versammlung im Einsatztempo

Cammer (bus). Grußworte im Telegrammstil, Jahresberichte in Stichworten, Beförderungen und Ehrungen hopplahopp - die Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Cammer ist in diesem Jahr im Einsatztempo über die Bühne gegangen. Dass die Cammeruner Kameraden derart auf die Tube drückten, hatte allerdings einen nachvollziehbaren Grund: Im Anschluss an die Versammlung standdie offizielleÜbergabe des nagelneuen Löschfahrzeugs auf dem Programm.

veröffentlicht am 25.01.2008 um 00:00 Uhr

Der offiziellenÜbergabe des "TSF-W" kommt in Cammer große Bedeut

Dem Fahrzeugwechsel kam in Cammer schon deswegen große Bedeutung zu, weil das bisherige "Schätzchen" geschlagene 33 Jahre als einzige motorisierte Stütze der Blauröcke herhalten musste. Der noch mit historischem "STH"-Nummernschild ausgestattete Mercedes (LF 8) - Tachostand: Knapp 30 000 Kilometer - war das mit Abstandälteste dienstbereite Feuerwehrauto Bückeburgs. "Und bei einem Treibstoffverbrauch von circa 45 Litern Super pro einhundert Kilometer wohl auch das durstigste", hieß es am Rande der Versammlung. Der jetzt in Dienst gestellte Ersatz kommt mit wesentlich weniger (etwa 15 Liter Diesel/100 km) Spritvoran. Als Grundlage dient dem mit einem 160 PS starken Motor ausgestatteten "TSF-W" ein Mercedes-Benz-Fahrgestell des Typs 616 D Vario. Der Zusatz "W" steht für "Wasser" und macht darauf aufmerksam, dass das Fahrzeug über einen 750 Liter fassenden Wassertank verfügt. Weitere Pluspunkte gegenüber dem "LF 8": An Bord befinden sich ein netzunabhängiges Stromerzeugungsaggregat und eine Beleuchtungsanlage. Den größten Teil der Gesamtkosten für Herstellung und Ausrüstung von etwa 90 000 Euro trägt die Stadt Bückeburg; 15 000 Euro steuerte der Landkreis bei. "Wir wollen unseren Teil dazu beitragen, Sie ordentlich auszurüsten", unterstrich Bürgermeister Reiner Brombach. Ortsbrandmeister Frank Baue erinnerte daran, dass das "TSF-W" bereits im Dezember seine Bewährungsprobe im Einsatz bestanden habe. Dirk Hahne erwähnte die jetzt erhöhte Bedeutung der Cammeruner Wehr im Zugverbund mit den Wehren Evesen und Röcke. "Sie verfügt als einzige über ein erstangrifftaugliches Fahrzeug", betonte der Stadtbrandmeister. Pastor Joachim Liebig mutmaßte, dass die Feuerwehr nun womöglich vor der Einführung einer neuen Zeitrechnung stehe. Zukünftig werde sich voraussichtlich, analog zu "vor und nach Christi Geburt", die Chronologie Cammers an "vor und nach Übergabe des TSF-W" orientieren.

Ortsbrandmeister Frank Baue freut sichüber die Indienststellung
  • Ortsbrandmeister Frank Baue freut sichüber die Indienststellung des neuen Feuerwehrfahrzeugs.


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