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Ab 2007 soll außerdem ein neuer Einsatzleitwagen in Obernkirchen stationiert werden

Neues Löschfahrzeug - nach 37 langen Jahren

Obernkirchen (sig). Es hat in der jüngeren Vergangenheit nicht viel Anlass für das Stadtkommando der Feuerwehren gegeben, sich zum Jahreswechsel auf die nächsten zwölf Monate zu freuen. In zahlreichen Sitzungen und Besprechungen ging es um das "Eingemachte". Damit ist schlicht und einfach der Fortbestand aller fünf Ortswehren gemeint. Hinter dem Begriff "Strukturreform" verbarg sich mehr als nur die Suche nach Einspareffekten. 2007 sieht es jedoch heller am Horizont aus. Zwei größere Investitionen sollen die Qualität der Fahrzeugflotte verbessern.

veröffentlicht am 10.01.2007 um 00:00 Uhr

Sollte der Rat das beschließen, was die Planungen vorsehen, dann könnte in Vehlen ein Löschwagen seinen Dienst beenden, der stolze 37 Jahre auf dem Buckel hat. Nach einer so langen Lebensdauer geht das schwere LF8/S verdient in den Ruhestand. An ihm ist so manche Stunde gearbeitet worden, um ihn flott zu halten. Ersetzt werden soll das fast schon historische Gefährt durch ein TSF/W. Dahinter verbirgt sich ein Löschfahrzeug mit Tragkraftspritze und mit einem 600 Liter umfassenden Wassertank. Über die weitere Ausstattung des Wagens muss noch gesprochen werden. Da ist der Rat der Fachleute gefragt. Gerechnet wird mit einem Kostenaufwand in Höhe von 95 500 Euro. Der erwartete Zuschuss vom Landkreis dürfte bei 15 000 Euro liegen. Bei dem zweiten Fahrzeug, das im kurzfristigen Investitionsplan enthalten ist, handelt es sich um einen Einsatzleitwagen (ELW) für die Obernkirchener Feuerwehr. Diese Anschaffung war mit dem Kreis vereinbart worden, nachdem dieser in der Bergstadt einen Gefahrengut-Gerätewagen stationiert hatte. "Wir benötigen bei Einsätzen ein Leitfahrzeug, das eine umfassende elektronische Ausstattung enthält; dazu gehören moderne Funkanlagen, Computer, Fax und andere Geräte", erklärte dazu Stadtbrandmeister Rolf Schaper beider Sitzung des Ausschusses für Ordnungs- und Feuerwehrwesen. Zu dieser Anschaffung, die bei 80 000 Euro liegen dürfte, steuert der Kreis voraussichtlich 18 000 Euro bei. Der bisher verwendete Einsatzleitwagen landet jedoch keineswegs auf dem Schrott. Weil ein anderer Mannschaftstransporter ausgedient hat, wird er dessen Funktionübernehmen. Man darf davon ausgehen, dass es allerdings längere Zeit dauern wird, bis nach den im Februar anstehenden Entscheidungen des Rates die neuen Fahrzeuge zur Verfügung stehen. "Die Hersteller haben zurzeit volle Auftragslisten", schilderte der Stadtbrandmeister die Situation. Wenn die bestellten Wagen eintreffen, ist ein wichtiger Schritt in Richtung zu einem verbesserten Brandschutz gemacht. Eine weitere wichtige Aufgabe bleibt aber noch zu lösen; das ist die Personalfrage. "Wir haben in Obernkirchen nicht mehr ein genügendes Angebot an Arbeitsplätzen; deshalb verlegen etliche junge Menschen ihren Lebensmittelpunkt in andere größere Städte, und die fehlen dann unserem Aktivenstamm", beklagte sich Schaper. Aus diesem Grund ist dieFrage möglicher Zusammenschlüsse nicht völlig vom Tisch. Schon die nahe Zukunft wird zeigen, ob die Jugendarbeit der heimischen Wehren allein ausreicht, um den Personalbedarf zu sichern.

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