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TSF/W soll spätestens 2008 kommen / Stadtbrandmeister für Kinderfeuerwehren

"Neues Löschfahrzeug für Vehlens Wehr ist Kraftakt für Obernkirchen"

Vehlen (sig). Man hat den Eindruck, bei der Vehlener Wehr ist ein neuer Zeitabschnitt angebrochen. Jahrelang gab es nicht mehr so eine gelockerte Stimmung bei der Jahreshauptversammlung wie diesmal im voll besetzten Dorfgemeinschaftshaus. Die Botschaften, die in den letzten Tagen aus dem Rathaus der Bergstadt gekommen sind, haben für einen großen Umschwung gesorgt. Und es gibt einen guten Grund dafür.

veröffentlicht am 18.01.2007 um 00:00 Uhr

Der amtierende Feuerwehrchef Michael Hanke.

Das ist die berechtigte Zuversicht, in absehbarer Zeit ein neues Löschfahrzeug zu erhalten. Der Ausschuss für Ordnung- und Feuerwehrwesen hat dieser Anschaffung einhellig zugestimmt. Die beiden Fraktionen des Rates werden das mittragen. Das ist so gut wie sicher. Das TSF/W wird aber wohl nicht mehr in diesem Jahr ausgeliefert, weil die Hersteller von Löschfahrzeugen volle Auftragsbücher haben. Es wird nicht wenigen Wehren so gehen, dass ihr Fahrzeugpark in die Jahre gekommen ist. Der Vehlener Löschwagen ist 37 Jahre alt und wurde im Juli des vergangenen Jahres nach einer TÜV-Prüfung für drei Wochen stillgelegt. Da stand der Ortswehr nur ein Mannschaftstransporter zur Verfügung. Dieser Engpass ist überstanden. Die TÜV-Plakette erlaubte eine Verlängerung bis zum Juli 2008. Spätestens dann muss der neue Wagen zur Verfügung stehen. Bürgermeister Horst Sassenberg sprach wohl allen anwesenden Kommunalpolitikern aus dem Herzen mit der Äußerung: "Wir sind heute deutlich entspannter bei dieser Jahreshauptversammlung. Diese Investition ist ein Kraftakt für die Bergstadt, aber der Rat wird das Vorhaben mit allergrößter Sicherheit absegnen." Stadtdirektor Wilhelm Mevert ließ bei seinem letzten Auftritt als Dienstvorgesetzter der Vehlener Blauröcke keinen Zweifel daran, dass sich die Hoffnungen der Ortswehr erfüllen. "Diese Anschaffung ist unumstritten." Und Ortsbürgermeister Werner Harder, der den zuständigen Fachausschuss leitet, lobte seine 35 Aktiven: "Gut, dass Ihr trotz aller Schwierigkeiten Euren Dienst verrichtet habt." Stadtbrandmeister Rolf Schaper unterstrich noch einmal: "Wir können auf keine Ortswehr verzichten, wir brauchen alle." Mit insgesamt 67 Einsätzen in der Stadt und in den Ortschaften sei 2006 ein verhältnismäßig ruhiges Jahr gewesen. Aber es gebe bei den Aktiven Nachwuchsprobleme, und deshalb befasse man sich ernsthaft mit dem Plan, Kinderwehren für die Sechs- bis Zehnjährigen zu gründen. Die organisatorischen Voraussetzungen dafür müssten aber erst noch geschaffen werden.

Christoph Schuster tritt als Trompeter in Aktion.
  • Christoph Schuster tritt als Trompeter in Aktion.
Zum ersten Hauptfeuerwehrmann befördert wurde Wilhelm Struckmann
  • Zum ersten Hauptfeuerwehrmann befördert wurde Wilhelm Struckmann. Erst Gratulanten waren Stadtbrandmeister Rolf Schaper (r.) und Ortsbrandmeister Michael Hanke. Fotos: sig

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