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Neues Fahrradkonzept: Interessenkonflikt zwischen Radlern und Blinden

veröffentlicht am 16.02.2012 um 17:19 Uhr
aktualisiert am 16.02.2012 um 18:06 Uhr

Abgesenkte Bordsteinkanten erschweren Blinden die Orientierung. Für Radler sind sie bequem.

Hameln (ni). Das Konzept für ein fahrradfreundliches Hameln liegt auf dem Tisch. Eine Begleitkommission soll die Stadt bei der Umsetzung unterstützen. Aber was Radler freut, kann für Blinde zum Problem werden. Die haben sich jetzt zu Wort gemeldet und wollen ebenfalls mitplanen.

Wolfgang  Lücke macht den Verantwortlichen in Politik und Verwaltung keinen Vorwurf, dass ihnen die Probleme, die blinde Menschen in der Welt der Sehenden haben, nicht stets gegenwärtig sind. Doch er kritisiert, dass man sie bei stadtplanerischen Vorhaben und Verkehrsthemen immer noch nicht ganz selbstverständlich mit einbezieht. Sie also auch bei der Begleitkommission „vergessen“ hat, obwohl Radfahrer und Blinde durchaus Berührungspunkte im öffentlichen Raum hätten. „Nehmen Sie nur mal die Forderung der Radler nach abgesenkten Bordsteinen“, nennt Lücke ein Beispiel. Für die Radler sei das eine feine Sache, aber an Überwegen, die von Radlern und Fußgängern benutzt werden, würden fehlende Bordsteinkanten für Blinde zum Problem.

Die Politik hat umgehend reagiert und will nun einen Behindertenvertreter für die Begleitkommission bennen.

Welche Konflikte es zwischen den Interessen der Radler und den Bedürfnissen blinder oder stark sehbehinderter Menschen gibt und wie die Schaffung eines Behindertenbeirates die Situation verbessern könnte, lesen Sie in der Dewezet.

 

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