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Blinde und Sehbehinderte arbeiten mit Paritätischem zusammen

Neues Angebot will informieren, beraten und Hilfe vermitteln

Bückeburg (bus). Der Regionalverein Hannover des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Niedersachsen macht auf ein neues Beratungsangebot aufmerksam. Die kostenlose Offerte richtet sich gleichermaßen an persönlich Betroffene wie auch an deren Verwandte oder Begleitpersonen. "Wir verstehen uns als Ansprechpartner für alle, die Informationen und Beratung suchen oder Hilfe vermittelt bekommen möchten", erläuterte Karin Hoffmann während der Vorstellung der Neuerung.

veröffentlicht am 10.11.2006 um 00:00 Uhr

Katrin Lüdeke und Werner Lange (vorne) sowie Karin Hoffmann und

Hoffmann, in der Hannoveraner Geschäftsstelle als Diplomsozialarbeiterin beschäftigt, präsentierte das Vorhaben gemeinsam mit Ulrich Harste vom Paritätischen Schaumburg sowie Katrin Lüdeke und Werner Lange von der Schaumburger Bezirksgruppe. Harste fungiert sozusagen als Hausherr des Angebots - die Beratung erfolgt jeweils am ersten Donnerstag des Monats von 10 bis 12 Uhr in den Räumen des Paritätischen (Dammstraße 12a). Hier werden auch (Telefonnummer: (05722) 952212) die Anmeldungen entgegengenommen, die den Beratungsgesprächen unbedingt vorausgehen sollten. Ansprechpartnerin ist Christa Widdel. "Anmeldungen sind schon deswegen erforderlich, um die Gesprächstermine aufeinander abzustimmen", erklärte Hoffmann. Das Angebot ist sehr umfassend. Es reicht von der Informationüber Hilfsmittel, Bildungseinrichtungen und aktuelle Themen über die Vermittlung von Lehrgängen, Rehabilitationshilfen und Frühbetreuung bis zur Hilfestellung in sozialrechtlichen Angelegenheiten und bei Antragsformulierungen. Hoffmann bezeichnete den Abbau von Barrieren, die den Weg zu einer chancengleichen Eingliederung in die Gesellschaft der Sehenden verstellen, als eines der Hauptanliegen der gemeinnützigenGemeinschaft. Zentrale Idee des 1908 gegründeten Vereins sei unterdessen die Selbsthilfe - Menschen mit gleichem Schicksal unterstützen sich durch ihre Solidarität und den Austausch von Erfahrungen gegenseitig. Lüdeke und Lange riefen die regelmäßigen Treffen der Schaumburger Gruppe in Erinnerung. Die Gruppe kommt in Bückeburg in den ungeraden Monaten jeweils am dritten Montag des Monats um 17 Uhr (nächster Termin ist der 20. November) in der Gaststätte Fenkner zusammen. Dieser Stammtisch diene dem allgemeinen Informations- und Erfahrungsaustausch. Die Teilnahme stehe allen Interessierten offen. In der aktuell 53 Personen umfassenden Gruppe werden derzeit Besuche in Schulen und Kindergärten vorbereitet, um Kinder und Jugendliche mit den besonderen Lebensumstände der Blinden und Sehbehindertenvertraut zu machen.

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