weather-image
30°
Pfad am Kieswerk wegen Hafenbau unterbrochen / Ortsrat zeigt sich zufrieden mit Ersatz

Neuer Wirtschaftsweg für Engern ist angelegt

Engern (clb). Lange hat es im Ort Diskussionen bezüglich des beliebten Spazier- und Wanderweges entlang der Engerschen Kiesteiche gegeben, der wegen des Baus des Binnenhafens der Firma Ahe Schaumburger Weserkies unterbrochen werden muss. Ortsrat sowie Dorfbewohner hatten sich strikt gegen die Abschaffung des Weges gewehrt - "eine Ausweichmöglichkeit für Spaziergänger, Jogger und Hundebesitzer muss dem Ort in jedem Fall erhalten bleiben", so lautete der einstimmige Tenor im Ortsrat.

veröffentlicht am 25.01.2008 um 00:00 Uhr

0000475076.jpg

Inzwischen hat man sich auf einen Kompromiss geeinigt: Der Teil des Wanderweges, der am Kieswerk vorbei entlang der langen Seite des nördlichen Sees vorbeiführt, soll nicht mehr zur wirtschaftlichen Zwecken genutzt werden, um das Kieswerk beim Bau des Hafens nicht zu beeinträchtigen und zu vermeiden, dass Fahrzeuge am Firmengrundstück vorbeifahren. Stattdessen ist an deröstlichen Seite des Sees Nord ein neuer Wirtschaftsweg errichtet worden, der direkt zum Gelände des Freizeitvereins führt und von Anliegern, sprich Anglern, Landwirten und Vereinsmitgliedern befahrbar sowie für Fußgänger zugänglich gemacht worden ist. Baggerunternehmer Jürgen Rinne, Ortsratsmitglied aus Engern, hatte den Ersatzweg zum Ende des Jahres fertiggestellt und ihn mit einer neuen Schotterung versehen. In Kürze sollen noch Informationsschilder an dem neuen Weg aufgestellt werden, die darauf hinweisen, dass dieser nur von Anliegern befahren werden darf. Den ehemaligen Wirtschaftsweg will man demnächst für Fahrzeuge unzugänglich machen und nach und nach sich selbst überlassen, sprich ihn zuwachsenlassen. Der neu geschaffene Weg ist ein Kompromiss, dem sich die Ortsratsmitglieder einstimmig angeschlossen haben. "Es ist in Ordnung. Zumindest eine Alternative, eine andere Möglichkeit gibt es ja nicht", sagt Ortsbürgermeister Dieter Horn. Nun müsse man schauen, wie sich das Ganze entwickele. Wenn der Weg allerdings, wie es bereits mehrmals in der Vergangenheit der Fall war, wieder als Müllablagerungsstätte missbraucht werde, müsse man sich jedoch um Überwachungsmöglichkeiten Gedanken machen, so der Ortsbürgermeister. Einziger Nachteil ist die Länge des neuen Pfades: Der Ersatzweg ist von der Strecke her nicht ein mal halb so lang wie der etwa einen Kilometer lange alte Weg.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare