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Bauausschuss billigt Göbel-Pläne im Detail / Profitiert Schaumburgs Handwerk vom Bau? / O.K. vom Landkreis Anfang Juli

Neuer Kindergarten: Jetzt geht die Ausschreibung raus

Eilsen (tw). Der Tag, an dem die Arbeiten zum Neubau des - zweiten - Kindergartens beginnen, nähert sich mit Riesenschritten: Nachdem der Eilser Bau- und Umweltausschuss unter Regie von Heinz Grabbe (SPD) Donnerstagabend im Rathaus die Details der Planung einstimmig für gut befunden hat, beginnt bereits in der kommenden Woche die Ausschreibung.

veröffentlicht am 09.06.2007 um 00:00 Uhr

Hermann Göbel (Stadthagen), der den Kindergarten im Auftrag der Samtgemeinde plant, rechnet damit, dass die Angebote Ende Juli vorliegen. Bereits Anfang Juli wird die Baugenehmigung des Landkreises Schaumburg erwartet; die Samtgemeinde hatte den Antrag am 23. April beim Bauordnungsamt eingereicht. Die Frage ist, welche Art Ausschreibung nötig ist. Als sicher gilt: Zumindest der Rohbau muss öffentlich ausgeschrieben werden, weil sein Volumen 25 000 Euroübersteigt. Bei allen anderen Arbeiten, die vergeben werden müssen, hofft insbesondere Grabbe auf eine "beschränkte" Ausschreibung - "dann nämlich würden vom Bau des Kindergartens die Firmen in unserer Region profitieren". Zur Erinnerung: Der neue Kindergarten im Bereich des Jugendzentrums in Heeßen wird im Erdgeschoss Räume für zwei Kindergartengruppen mit jeweils 25 Knirpsen bieten; das Obergeschoss bietet Raum für einen Hort mit 20 Knirpsen. Im Eilser Rathaus stellte Göbel den Politikern jetzt die Details des Projekts vor. Danach wird die Außenfassade des Neubaus verklinkert. Der Altbau erhält eine Wärmedämmhaut mit Kratzputz oder - wahrscheinlicher - eine Riemchenverblendung. Was die Fußböden angeht, bekommen sämtliche Flure, aber auch das Büro der Leiterin, die Toiletten und die Küche einen Belag aus Fliesen. In den übrigen Räumen wird 2,5 Millimeter dicker Kautschuk verlegt. Der Neubau erhält eine Fußbodenheizung. Im Altbau wird die Rippenheizung im Bereich des Bewegungsraumes zugunsten einer Plattenheizung ausgetauscht. Auch ans Klima ist gedacht: So soll auf der Westseite des Gebäudes außen ein Sonnenschutz angebracht werden, der sich elektronisch steuern lässt; alternativ wird getöntes Sonnenschutzglas eingebaut. Stichwort Außenspielfläche: Wegen der für den Kindergarten geforderten Freispielfläche werden der Grundschule Heeßen Flächen im Bereich des Hofes verloren gehen. Daher überlegt Göbel derzeit, im Korridor auf der Südseite der Schule eine Außentür einzubauen und damit eine zurzeit nicht genutzte Grünfläche als Schulhof umzufunktionieren. Dieser Eingang wäre auch vom Parkplatz besser zu erreichen - mit dem durchaus erwünschten Nebeneffekt, dass besagter Platz öfter frequentiert wird und die Eltern die angrenzende Straße, aber auch die Bushaltestelle nicht mehr zuparken. Sollte die neue Fläche als Schulhof nicht ausreichen, könnte die Brache im Westen des Parkplatzes ebenfalls als Schulhof dienen. Pfiffige Idee am Rande: Der Bodenaushub, der beim Neubau des Kindergartens anfällt, könnte als Hügel auf dem Schulhof aufgeschüttet werden. Damit würde Eilsen das Geld für den Abtransport des Erdreiches sparen. Doch wie's im Detail auch kommt - fest steht allemal: "Der neue Kindergarten", befindet Eilsens Bürgermeister Bernd Schönemann, "wird in Sachen Energetik auf dem neusten Stand der Technik sein". Das werde dem Objekt auch der Energiepass, der zum 1. Januar 2008 Pflicht wird, bescheinigen. Die Idee, eine Arbeitsgruppe für das Projekt zu bilden, habe sich bewährt. Sie wird deswegen auch nichtaufgelöst, sondern begleitet das Vorhaben weiterhin.



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