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Gründung des Jugendforums der Gemeindejugendfeuerwehr Aerzen

Neue Wege für die Jugendfeuerwehr

Aerzen/Grießem (sbr). Seit „Korken“ das Kommando der Jugendfeuerwehr auf Kreisebene übernommen hat, wird verstärkt Wert auf die Einbeziehung der Nachwuchsbrandschützer in die Planung und Gestaltung der vielfältigen Aktivitäten der Kreisjugendfeuerwehr gelegt. Um möglichst aus allen 75 Jugendfeuerwehren des Landkreises Hameln-Pyrmont Vertreter an einen Tisch zu bekommen, regte Kreisjugendfeuerwehrwart Thomas Kurbgeweit („Korken“) an, in allen Gemeindejugendfeuerwehren Jugendforen zu installieren, die dem Kreisjugendforum zuarbeiten.

veröffentlicht am 14.02.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 19:41 Uhr

Während der Jahreshauptversammlungen des Brandschützernachwuchses wurde er nicht müde, für seine Idee die Werbetrommel zu rühren. Und seine Bemühungen tragen Früchte: Auch die einzelnen Jugendfeuerwehren der Gemeinde Aerzen haben künftig ein Mitspracherecht, wenn es um die Marschrichtung bei der Gestaltung von Aktivitäten auf Gemeinde- und Kreisebene geht. Mit der Gründung eines eigenen Jugendforums wurden im Grießemer Dorfgemeinschaftshaus jetzt die nötigen Voraussetzungen dazu geschaffen.

Aus allen neun Jugendfeuerwehren der Gemeinde – Aerzen, Groß Berkel, Reher, Grießem, Reinerbeck, Grupenhagen, Egge, Dehm-ke/Multhöpen und Dehmkerbrock/Herkendorf – wurden jeweils zwei jugendliche Vertreter gewählt, die die Interessen ihrer Jugendfeuerwehr gegenüber dem Gemeindejugendfeuerwehr-Kommando vertreten und aus denen sich das Gemeindejugendforum zusammensetzt. Aus diesem Gremium wiederum werden zwei Jugendliche als Vertreter ins Jugendforum auf Kreisebene entsandt. Den Feuerwehrnachwuchs der Gemeinde Aerzen vertreten Jasmin Pyka (JF Grießem) und Robin Timmermann (JF Aerzen) beim Forum der Kreisjugendfeuerwehr.

Die Aufgabe der Vertreter der neun Jugendfeuerwehen im Jugendforum der Aerzener Gemeindejugendfeuerwehr wird es sein, im Dialog mit dem Gemeindejugendfeuerwehrwart Stephan Schünke neue Ideen zu erarbeiten und zu diskutieren, um die Jugendarbeit noch attraktiver zu gestalten. „Das Jugendforum wird aber auch immer ein offenes Ohr für eventuelle Probleme innerhalb der einzelnen Jugendfeuerwehren haben, ohne dass die jeweiligen Jugendwarte zwangsläufig in diese Gespräche mit eingebunden sind“, erklärt Stephan Schünke. Gemeinsam mit den Jugendlichen möchte die Gemeindejugendfeuerwehr Aerzen eine Strategie entwickeln, um mehr Mädchen und Jungen für den Dienst in der Jugendfeuerwehr zu begeistern und so neue Mitglieder für die Nachwuchsorganisation der Freiwilligen Feuerwehr zu gewinnen. An der Gründung des Aerzener Jugendforums nahmen neben Kreisjugendfeuerwehrwart Thomas Kurbgeweit auch Andreas Klemme, der Fachbereichsleiter für das Jugendforum auf Landkreisebene, Aerzens Gemeindebrandmeister Friedhelm Senke und die Jugendwarte der Gemeinde Aerzen teil.

Zurzeit engagieren sich im Flecken Aerzen insgesamt 150 Jugendliche in neun Jugendfeuerwehren – 68 Mädchen und 82 Jungen. Neben der feuerwehrtechnischen Ausbildung stehen zahlreiche Freizeitangebote auf dem Programm. Besonders im Freizeitbereich gilt es zukünftig, die Marschrichtung durch die Jugendforumsmitglieder eigenverantwortlich mitzubestimmen, wie Stephan Schünke betont. Ihm ist wichtig, von den Mädchen und Jungen zu erfahren, wie sie sich beispielsweise den Ablauf eines Gemeindezeltlagers wünschen, welche Ausflugsziele auf Gemeindeebene angeboten werden sollten und wie das Wettbewerbsprogramm attraktiver gestaltet werden kann. „Wir wollen über alle Themen reden und was uns ganz wichtig ist: Es soll auch was passieren! Ihr müsst erkennen und benennen, was sich ändern soll. Nur so können wir handeln“, riefen der Gemeinde- und der Kreisjugendfeuerwehrwart zum Mitmachen auf. Sie bezeichnen das Jugendforum auch als „Brücke zwischen den Generationen Kommando und Jugendfeuerwehr“. Viermal jährlich wird sich das Jugendforum der Gemeindejugendfeuerwehr Aerzen treffen. Die nächste Zusammenkunft ist am 23. Mai in Herkendorf geplant.

Gemeindebrandmeister Friedhelm Senke (re.), Gemeindejugendfeuerwehrwart Stephan Schünke, Andreas Klemme, der Fachbereichsleiter für das Jugendforum und Kreisjugendfeuerwehrwart Thomas Kurbgeweit (v. li.) sowie die Vertreter der Jugend.

Foto: sbr



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