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Schönemann: Bei Verstößen gibt's keine Entschuldigung mehr!

Neue Verbotsschilder: Meiden die Brummis nun den Kurort?

Bad Eilsen (tw). "Ab jetzt gibt es für Brummifahrer, die ihre Laster verbotswidrig mitten durch Bad Eilsen steuern, keine Entschuldigung mehr", sagt Bernd Schönemann. Der Samtgemeindebürgermeister "pocht" dabei auf die zum Großteil neuen, zum kleineren Teil aber auch nur versetzten oder ergänzten Verbotsschilder und Vorwegweiser, welche Lkw-Lenker davon abhalten sollen, die Ruhe im Kurort zu stören.

veröffentlicht am 02.11.2007 um 00:00 Uhr

Eines von sechs Verbotsschildern, die Lkw-Fahrern signalisieren:

Konkret: Bad Eilsen ist nun in allen Himmelsrichtungen und an allen Einfallstraßen von einem halben Dutzend Blechen umstellt, die allesamt ein Piktogramm tragen, dass Lkw mit einem Gesamtgewicht von mehr als 3,5 Tonnen die Passage des Kurortes untersagt; darunter ist eine weitere Tafel montiert, welche die Aufschrift trägt: "Anlieger frei - 7-13 Uhr, 15-19 Uhr - ab Ortsgrenze Bad Eilsen." Aufgestellt hat die Tafeln die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Hameln; die Behörde hat die Bleche auch bezahlt. Schönemann, der die verkehrsberuhigende und im Zuge der "Verkehrsschau" goutierte Maßnahme für Eilsen angeleiert hatte: "Im Zuge der Arbeiten haben wir auch das Verbotsschild, das bislang gegenüber des China-Restaurants platziert war, versetzt. Es steht jetzt direkt an der B 83 und weiter zur Shell-Tankstelle hin." Was auch gut so ist, denn: Hatte ein Lkw-Fahrer die Kurve in Richtung Kurort bereits genommen, war es, als er das Verbotsschild sah, für eine Umkehr bislang bereits zu spät. Jetzt kommt er gar nicht mehr in diese Bredouille. Damit nicht genug, tragen nun auch die zehn gelben Vorwegweiser im Bereich Ahnsen, Vehlen, Röhrkasten und - demnächst - Müsingen das kreisrunde Lkw-Verbotsschild. Die Vorgeschichte: Wie berichtet, war der Gesamtmaßnahme eine Aktion der Samtgemeinde voraus gegangen. Die hatte am 22. und 23. Februar die Verkehrsbewegungen im Kurort mit dem neuen Messgerät erfassen lassen. Ergebnis: "Es gab weit weniger Verstöße gegen das Durchfahrtsverbot als von vielen Bürgern angenommen", erinnert Schönemann. Auch diePolizei sah aufgrund dieser, aber auch aufgrund ihrer eigenen Messungen keinen Anlass für Schwerpunktkontrollen. Einhellige Auffassung: Die Wenigen, die unerlaubt fuhren, taten das in der Regel nicht aus Vorsatz, sondern weil sie die Verbotsschilder erst zu spät sahen und dann keine Möglichkeit mehr zum Wenden hatten. Die Zeit wird nun zeigen, ob diese Einschätzung richtig war ...

Bernd Schönemann (l.) und Detlef Nagel, Chef der Straßenmeistere
  • Bernd Schönemann (l.) und Detlef Nagel, Chef der Straßenmeisterei Rinteln, vor einem Vorwegweiser, der um ein Lkw-Verbot für Bad Eilsen ergänzt wurde.

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