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So hat sich die finanzielle Förderung durch die NBank und die Kreditanstalt für Wiederaufbau verändert

Neue Regeln für das Meister-Bafög und was sie bedeuten

Hameln (fd). Beim Meister-Bafög sind zum Monatsanfang entscheidende Änderungen in Kraft getreten. Sie ziehen den Kreis der möglichen Antragsteller weiter und belohnen den erfolgreichen Abschluss mit Darlehenserlass. Außerdem werden Fortbildungswillige mit Kindern stärker als bisher unterstützt.

veröffentlicht am 15.07.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:01 Uhr

„Wer bislang wegen der Kosten noch von einer Fortbildung abgesehen hat, erhält mit den Neuerungen einen Motivationsschub“, ist Olaf Haushälter, Leiter der Bildungsförderung der NBank, überzeugt. Die Förderbank des Landes bewilligt die Anträge und berät bei der Antragstellung. 30,5 Prozent der Förderung zahlt die NBank als Zuschuss zu den Lehrgangs- und Prüfungsgebühren aus, 69,5 Prozent die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) als Darlehen. Maximal werden Gebühren von 10 266 Euro übernommen. Mit dem Meister-Bafög werden neben der Fortbildung zum Meister auch zum Beispiel solche zum staatlich geprüften Techniker, zum Fachwirt oder zur Pflegefachkraft gefördert.

Künftig wird nicht mehr nur die erste, sondern eine Aufstiegsfortbildung gefördert. Damit erweitert sich der Kreis der Antragsteller. „Wer für seine Technikerfortbildung Bafög erhalten hat, kann jetzt trotzdem Meister-Bafög beanspruchen“, erklärt Haushälter. Ausländer, die über eine Niederlassungserlaubnis verfügen und ihre Lehre in Deutschland absolviert haben, werden ebenfalls in ihrer Fortbildung finanziell unterstützt.

Neu sind auch die Leistungskomponenten. Wird die Fortbildung erfolgreich abgeschlossen, werden 25 Prozent des bis dahin noch nicht getilgten Darlehens erlassen. Von dem dann verbliebenen Betrag können weitere 33 Prozent erlassen werden, wenn der oder die Geförderte ein Unternehmen gründet und dauerhaft mindestens einen weiteren Arbeitsplatz schafft.

„Auch Fortbildungswilligen mit Kindern wird nach der Novelle stärker als bislang finanziell unter die Arme gegriffen“, führt Haushälter aus. Der Zusatzbetrag je Kind wird von derzeit 179 Euro auf 210 Euro pro Monat angehoben. Eine Hälfte des Betrages wird in einen Zuschuss umgewandelt, die andere Hälfte weiter als Darlehen ausgezahlt. Zusätzlich wird die Kinderbetreuung von Alleinerziehenden pauschal mit 113 Euro pro Kind und pro Monat bezuschusst. Beide Beträge werden auch während der neu eingeführten Prüfungsvorbereitungsphase für bis zu weitere drei Monate als Darlehen gewährt.

Persönliche Fragen zum Meister-Bafög beantworten die Berater der NBank unter Telefon 0511/30031- 497 sowie unter der E-Mail meisterbafoeg@nbank.de



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