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DFH-Haus GmbH wünscht sich künftig auch andere Nutzungen auf dem Areal in Lauenstein

Neue Pläne für das Okal-Musterhausgelände

Lauenstein (hen). Wohnen im Musterhaus: Auf dem Okal-Gelände könnte dies in naher Zukunft möglich sein. Die DFH-Haus GmbH in Simmern hat eine Änderung des Bebauungsplans beantragt. Ziel ist es, aus dem bisherigen Musterhausgelände ein Mischgebiet entwickeln zu lassen, um auf dem Gelände auch andere Nutzungen ermöglichen zu können. Angedacht sind Geschäftsbüros und Verkaufsräume, aber auch eine Vermietung beziehungsweise späterer Verkauf der bisherigen Musterhäuser.

veröffentlicht am 17.01.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:01 Uhr

Lauenstein (hen). Wohnen im Musterhaus: Auf dem Okal-Gelände könnte dies in naher Zukunft möglich sein. Die DFH-Haus GmbH in Simmern hat eine Änderung des Bebauungsplans beantragt. Ziel ist es, aus dem bisherigen Musterhausgelände ein Mischgebiet entwickeln zu lassen, um auf dem Gelände auch andere Nutzungen ermöglichen zu können. Angedacht sind Geschäftsbüros und Verkaufsräume, aber auch eine Vermietung beziehungsweise späterer Verkauf der bisherigen Musterhäuser. Die Kosten der Bauleitplanung werden, wie in diesen Fällen üblich, von der DFH-Haus GmbH übernommen. Die innere Erschließung des Geländes geht ebenfalls gänzlich zu Lasten der Firma.

Im Ausschuss für Bauwesen, Umwelt, Verkehr und Energie befürworteten die Politiker – bis auf eine Enthaltung – die Pläne. „Das ist so die bessere Lösung“, meinte Erich Weber (SPD), „denn wenn wir nicht zustimmen, reißt Okal die Häuser ab“, so seine Vermutung. Zu den näheren Plänen erklärte Gerd Wecke für das Unternehmen, dass im Falle eines Verkaufs der Häuser die neuen Eigentümer auch selbst für die Anschlüsse sorgen müssen. Denn die sind, weil es sich eben um Musterhäuser handelt, bislang nicht vorhanden. Auch die Zuwegung müsse sichergestellt werden. „Wir brauchen wahrscheinlich auch ein Schallschutzgutachten“, sagte Wecke, der versprach, bei der Planung solle Rücksicht auf das Parkcafé und Anwohner genommen werden. Bei einer gewerblichen Nutzung würden aus diesem Grund lärmende Handwerksbetriebe ausscheiden; gedacht sei eher an Büroräume.

Auch der Ausschussvorsitzende Karsten Appold (Grüne) hält eine Weiterentwicklung des Geländes von Vorteil und schlug vor, bei der Gestaltung der Häuser auch regenerative Energien zu berücksichtigen. „Hier ist es ja von Vorteil, dass erst gar kein alter Ölkessel vorhanden ist“, meinte Appold. Wecke entgegnete, dies sei eine Idee, die aber nicht zwingend für neue Eigentümer sein dürfe – aus Kostengründen. Karl-Heinz Grießner (SPD) wollte wissen, inwieweit der Parkplatz, der immerhin rund 7000 Quadratmeter Fläche umfasst, in die Pläne einbezogen wird: „Es kann mir niemand erzählen, dass der brachliegen bleiben soll“, so Grießner. Die Stellplatzfläche gehöre zum Plangebiet und bleibt weiterhin erhalten, erklärte Wolfgang Kapa vom Fachdienst Bau. Neue überbaubare Flächen werden dort nicht ausgewiesen. Insgesamt, so Kapa, habe die wirtschaftliche Entwicklung dazu geführt, dass das Gelände wenig genutzt werde, und nun „soll wieder Leben da reinkommen“. Grießner gab zu bedenken, dass die Gemeinde angesichts der demografischen Entwicklung keine neuen Baulandflächen ausweise, sondern sich mit dem Projekt „Umbau statt Zuwachs“ eher am Rückbau beteilige. Kapa entgegnete, dass er da keine Zusammenhänge sehe, da hier kein Bauland neu ausgewiesen werde, sondern es lediglich um veränderte Nutzungsmöglichkeiten eines bestehenden Geländes gehe. Am Mittwoch befasst sich der Ortsrat Lauenstein mit den Plänen (Sitzungsbeginn um 20 Uhr im Lauensteiner Hof); endgültig entscheidet der Verwaltungsausschuss.



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