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Angenehm: Rückfahrkamera im Spiegel

Neue Linie: Kia macht die Kanten des Soul rund

veröffentlicht am 15.09.2012 um 00:00 Uhr

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Autor:

Burkhard Assmus

Witzig wirkt die Karosserie des Kia Soul, ja, fast wie aus einem Comic entschlüpft. Den sehr eigenwillig gestalteten Wagen haben die Koreaner etwas runder geformt, doch die Ecken und Kanten sind geblieben. Gottlob. Ist schließlich fast ein Alleinstellungsmerkmal.

Den Soul mit einem Schuhkarton auf Rädern zu vergleichen, wäre gemein. Er ist eckig geraten, ja, aber die aktuelle zweite Generation glänzt mit wesentlich weicheren Linien als ihr Vorgänger. Diese bestimmen das neue Outfit und stehen dem Auto gut zu Gesicht. Eine neue verlängerte Front, eine neue Heckpartie dank LED-Rückleuchten und ein veränderter Stoßfänger wirken sich positiv auf den Gesamteindruck aus. Ein neuer 1,6-Liter-Benzinmotor mit Direkteinspritzung und 140 PS Leistung, neue Getriebe und nicht zuletzt ein überarbeiteter Innenraum, bei dem die Zentralkonsole neu gestaltet und die Ausstattungselemente erweitert wurden, runden den Soul im wahren Wortsinn ab. Die Koreaner geben mächtig Gas.

Unangetastet blieb der Grundkörper der Karosserie, die damit alle praktischen Vorzüge behält, die sie schon bislang auszeichneten: viel Raum und reichlich Kopffreiheit auf allen Plätzen sowie ein 340 Liter großer Kofferraum, der sich auf bis zu 1258 Liter erweitern lässt. Der Soul ist wegen seiner kantigen Form wohltuend übersichtlich, der Innenraum wirkt luftig und hell. Das Armaturenbrett ist ungewöhnlich geformt, die Bedienelemente sind jedoch übersichtlich angeordnet. Leider können die Oberflächen im Innenraum haptisch können weniger überzeugen: teils kommt Hartplastik zum Einsatz, teils ein hellerer, gummiartiger Kunststoff. Immerhin gibt es aber zahlreiche und große Ablageflächen.

2 Bilder

Ein intelligentes Detail beim aufpreispflichtigen Technik-Paket (1290 Euro) ist die Rückfahrkamera, deren Bild beim Einlegen des Rückwärtsgangs in den Innenspiegel eingeblendet wird. Dass man sozusagen nach oben gucken muss, um das zu sehen, was hinter einem passiert, ist gewöhnungsbedürftig, aber spätestens beim zehnten Zurückstoßen ist der Blick in Fleisch und Blut übergegangen.

Gut geraten ist das 1,6-Liter-Diesel-Aggregat mit 94 kW/128 PS. Der Motor geht für einen Diesel leise und sanft ans Werk, hat es nur nicht immer ganz einfach mit der aerodynamisch ungünstigen Karosserie. Der Spurt von 0 auf 100 km/h dauert denn auch 10,7 Sekunden, der Vortrieb endet bei 180 km/h. Recht aber zum Reisen ohne Zweifel auch auf längeren Strecken vollkommen aus. Mit einem Normverbrauch von 4,9 Litern pro 100 Kilometer ist der Soul auch noch relativ genügsam. Die serienmäßige Sechsgang-Handschaltung arbeitet leichtgängig und präzise, eine Sechsgang-Automatik gibt es gegen 1250 Euro Aufpreis.

Der günstigste Soul hört auf die Bezeichnung Attract und kostet 15 900 Euro, dient jedoch offenbar eher als Pro-forma-Angebot Andernfalls würde er sicher in mehr als einer einzigen Farbe, nämlich weiß, angeboten werden. Mehr Annehmlichkeiten bieten die mittlere Ausstattungslinie Edition 7 und der ganz oben im Modellprogramm angesiedelte Spirit, die jeweils 2000 Euro Aufschlag erfordern. Auf diese Weise kann so ein Soul 1,6 CRDI Edition7 mit Technik-Paket und Premium-Teilledersitzen als Sonderausstattung auch schnell mal 23 005 Euro kosten.

Die Sitze des Soul sind durchaus für längere Strecken geeignet. Der Clou ist die Rückfahrkamera, die in der linken Hälfte des Innenspiegels integriert wurde.

Fotos (3): asp



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