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Hopfenberg: Blockheizkraftwerk gefordert

Neue Klima-Standards für Pflegeheim-Projekt

Rinteln (crs). Für das Pflegeheim-Projekt am Hopfenberg sollen die ab 1. Januar 2009 geltenden Umweltstandards umgesetzt werden - auch wenn der Baubeginn schon vorher erfolgt. Das hat der Bauausschuss bei seiner jüngsten Sitzung am Mittwoch einstimmig beschlossen.

veröffentlicht am 06.09.2008 um 00:00 Uhr

Sie wolle in der Altenheim-Diskussion nicht nochmals die Frage nach Standort oder Bedarf stellen, leitete Ursula Helmhold (Grüne) ihren Protest gegen die Vorlage der Verwaltung ein. Eine "Frechheit" aber sei die allzu vorsichtige Formulierung zur klima- und umweltschonenden Stadtentwicklung: "Da muss ein Blockheizkraftwerk hin!", forderte die Grüne. "Oder wollen die Stadtwerke etwa mit Gewalt kein Geld verdienen?" Zudem solle das Bauprojekt die ab 2009 geltenden Klimaschutzwerte bereits jetzt berücksichtigen. WGS-Fraktionschef Gert Armin Neuhäuser teilte die Bedenken seiner grünen Ratskollegin: "Wir sollten künftig nur noch B-Pläne auf den Weg bringen, die den Einsatz regenerativer Energien zwingend festschreiben." Baudezernent Reinhold Koch kündigte an, die Blockheizkraftwerk-Planung mit dem Hopfenberg-Investor verhandeln zu wollen: "Auch für das Seetor-Altenheim wird aller Voraussicht nach ein BHKW gebaut." Zudem solle der Hopfenberg-Investor auch vor Inkrafttreten des neuen Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetzes (EEWG) vertraglich verpflichtet werden, diese Standards einzuhalten. Mit dieser Ergänzung stimmten die Bauausschussmitglieder der notwendigen Änderung des Bebauungsplanes zu und stellten damit die Weichen für das Pflegeheim-Projekt.

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