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Bis Februar soll Restaurierung von Extens Industriedenkmal abgeschlossen sein

Neue Fenster nach altem Vorbild: Eisenhammer nimmt Gestalt an

Exten (who). Nach jahrelanger zäher Vorarbeit hat das Eisenhammerprojekt des Heimatvereins Exten allmählich seine endgültige Gestalt angenommen. Ende Februar 2008 soll die Restaurierung im Großen und Ganzen abgeschlossen sein, erklärt der Vorsitzende des Heimatvereins, Horst Vöge.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 11:16 Uhr

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Nachdem die Denkmalstiftung der Niedersächsischen Sparkassenstiftung mit einem großen Betrag die Sanierung des Daches des Extener Industriedenkmals gesichert hatte, ist inzwischen nach oben alles dicht. Dazu hat das alte Gebäude jetzt auch seine neuen Fenster bekommen. "Alle sind nach historischen Mustern angefertigt", erklärt HorstVöge. Die acht neuen Holzfenster mit klassischem Knebelverschluss hat Uwe Sievert in seiner Tischlerei in Exten angefertigt. Als Muster dienten die beiden Originalfenster, die nach der Restaurierung - ebenfalls bei Sievert - wieder an ihren alten Platz gesetzt werden sollen. Die Betonfenster im Untergeschoss des Kretzerschen Eisenhammers sind ebenfalls bereits ausgetauscht gegen klassische Werkstattfenster mit eisernen Rahmen. Die Mittel für die Fenstererneuerung stammen aus dem Leader-plus-Programm. Ebenso das Geld für Elektroinstallationen und Beleuchtung, die als Nächstes eingebaut werden sollen. Die Finanzierung durch Leader plus sei letztlich der Grund für den Ausbauschluss bis Ende Februar, erklärt Vöge. Denn: "Bis dahinmuss die Maßnahme abgerechnet sein." Auch draußen vor dem Eisenhammer hat sich wieder etwas getan, zeigt der Heimatvereins-Vorsitzende. "Unsere Leute haben befestigte Parkplätze angelegt, so dass es Besuchern künftig noch leichter gemacht wird, den Eisenhammer anzusteuern." An jedem ersten Sonntag im Monat von März bis Oktober ist jetzt schon Gelegenheit für Besichtigungen in der Zeit von 10 bis 12 Uhr. Die Extener Heimatstube am Anger ist dagegen an jedem Sonntag zur gleichen Uhrzeit wie der Eisenhammer geöffnet. Besuchergruppen sollen künftig auch im "Medienraum" des Eisenhammers unter anderem Vorträge über seine Geschichte hören können. Dafür stehen sogar Filmaufnahmen zur Verfügung, die dokumentieren, wie über lange Zeit Spaten und andere Werkzeuge unter den Schlägen des gewaltigen Hammers entstanden sind. Das Industriedenkmal solle möglichst im Originalzustand erhalten und gezeigt werden, erklärt Vöge abschließend. Deshalb solle es auch seine Patina behalten, zu der unter anderem die geschwärzten Wände im früheren Aufstiel- und heutigen Medienraum zählten. Vöge: "Wir suchen jetzt noch nach einer Möglichkeit, den alten Putz zu festigen, ohne dass die Schwärzung vernichtet wird."

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