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Standort setzt sich gegen Alternativen in Billiglohnländern durch

Neue Fabrik mitten in der Krise: Volvo investiert groß in Hameln

Hameln (wul/mafi). Die Würfel für die wohl bedeutendste Industrie-Erweiterung seit Jahrzehnten in Hameln sind gefallen: Der schwedische Volvo-Konzern wird seine Produktion von Straßenbaumaschinen in der Rattenfängerstadt deutlich ausweiten. Hierzu hat das Unternehmen Volvo Construction Equipment/ABG das gesamte Areal der früheren AEG-Fabrik an der Kuhbrückenstraße gekauft. Das bestätigte Vizepräsident und General-Manager Udo Heukrodt gestern auf Anfrage. Die Fläche Volvos in Hameln werde auf 120 000 Quadratmeter verdreifacht. "Es ist eine Investition in die Zukunft", betonte Heukrodt. Er spricht von einem "Meilenstein, um in Europa bei den Walzen Marktführer zu werden". Im kommenden Jahr soll die Herstellung von großen Erdbauwalzen von Nordamerika nach Hameln verlagert werden.

veröffentlicht am 21.11.2008 um 00:00 Uhr

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Bereits seit langem werden an dem Standort Asphaltfertiger für die ganze Welt kon struiert und gebaut. Auch Straßenfräsen und kleine Walzen kommen von der Weser. Die "Allgemeine Baumaschinen-Gesellschaft" besteht hier seit 1950. Derzeit hat Volvo/ABG rund 600 Mitarbeiter - diese Zahl wird sich laut Heukrodt in den nächsten fünf Jahren "sehr positiv" entwickeln. Wirtschaftsförderer Dietmar Wittkop spricht von "120 neuen Arbeitsplätzen im ersten Schritt". Hameln hat sich im Volvo-Konzern gegenüber Alternativstandorten auch in Billiglohnländern durchgesetzt. Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann lobt die "hervorragende Leistung des Hamelner Volvo-Managements". Die Stadt werde in vielerlei Hinsicht profitieren.

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