weather-image
17°
Premiere am 30. Juni: Tag der Handwerkskunst auf dem fast 100-jährigen Hof Klose in Wiedensahl

Neue alte Kleider und scharfer Senf

Wiedensahl. „Handwerkskunst und Kunsthandwerk“ gibt es am Sonntag, 30. Juni, erstmals bei einer neuen Veranstaltung in Wiedensahl zu sehen. Auf der fast 100-jährigen Hofstelle bei Marie-Luise Klose zeigen an diesem Tag mehrere ambitionierte Kunsthandwerker der in diesem Fall weit gefassten Region ihre Techniken und Arbeitsergebnisse.

veröffentlicht am 25.06.2013 um 18:36 Uhr
aktualisiert am 25.06.2013 um 19:56 Uhr

270_008_6435969_Nw_Klose_scheune_1.jpg

Der Tag auf dem Gelände an der Hauptstraße 53 in Sichtweite des Wilhelm-Busch-Geburtshauses beginnt um 10 Uhr mit einem Gottesdienst in der Scheune. Im Anschluss haben dann die Besucher Gelegenheit, sich mit den Kunsthandwerkern auszutauschen, deren Vorführungen zu bewundern und die Resultate der Akteure zu erwerben.

Von den „Lokalmatadoren“ Sabine Scherer und Andreas Barz bis zu Handwerkskünstlern aus Bruchhausen-Vilsen und Hannover reicht die Palette der vor Ort aktiven Aussteller. Mit dabei auf der fast hundertjährigen Hofstelle ist die selbstständige Modedesignerin Petra Mönius-Arends aus Bruchhausen-Vilsen, die unter dem Label „Wesens-Kleider“ hochwertige Kleidung entwirft und näht, die auf ihre Trägerinnen in Form und Farbe perfekt abgestimmt ist.

Von Buchschließen bis hin zu Silverschmuck

Stefan Schubert ist Buchbindermeister in Steyerberg und hat sich in seiner auch „Buchklinik“ genannten Buchschließenmanufaktur auf die Restaurierung von Büchern und Bücherschließen spezialisiert. Ilona Fischer aus Helpsen hat sich als Batikkünstlerin inzwischen über Schaumburg hinaus einen Namen gemacht. Vor allem bei ihren Grußkarten nimmt sie immer wieder Anleihen bei Motiven aus dem schier unerschöpflichen Bildergeschichtenwerk Wilhelm Buschs.

Altes Besteck ist die Passion von Renate Hass aus Minden. Sie schmiedet Schmuck vor allem aus alten Silberlöffeln und -gabeln. Sattlermeisterin Anna-Lena Harnisch aus Lahde weiß nicht nur, wie man Pferde und Hunde glücklich macht. Auch für Herrchen und Frauchen oder wilde Reitersleut’ fertigt sie nach individuellen Wünschen das passende Accessoire.

Scharf zu geht es bei Carsten Nagel aus Raddestorf. Er hat sich der Herstellung von köstlichem Senf nach individuellen Rezepten verschrieben. Alwin Kröger aus dem benachbarten Warmsen ist Fachmann für die Restauration von alten Holzmöbeln.

Ins Mittelalter zurückversetzt wird man mit der Kleidung einer Kunsthandwerkerin aus Stemwede, die dazu auch das uralte Handwerk der Flachsspinnerei präsentieren wird. Kunstvolle Schachteln als dekorative Verpackung und mehr gibt es bei Susanne Paetzke aus Hannover zu entdecken.

Altes Geschirr aus Küche und Haus verwandelt Kathrin Pechmann aus Hessisch Oldendorf in kunstvolle Gebrauchsgegenstände. Aber auch Glas und Holz weiß sie ansprechend zu verarbeiten. Dekorationen für Haus und Garten in großer Vielfalt sind das Metier von Sabine Scherer die als einzigen Werkstoff Eisen benutzt.

Museen sind in Wiedensahl geöffnet

Andreas Bartz, ebenfalls aus Wiedensahl, ist ein kreativer Holzkünstler, der mit Motorsäge sowie Stemmeisen und Schnitzmesser Baumstämme und alte Eichenbalken zu neuem Leben erweckt, figurative Tiere und allegorische Kunstwerke für Haus und Garten kreiert.

An diesem Tag sind in Wiedensahl das Wilhelm-Busch-Geburtshaus und das Museum im Alten Pfarrhaus geöffnet, auch Führungen auf der Radroute „Auf den Spuren von Wilhelm Busch“ und beim „Dorfspaziergang durch Wiedensahl werden angeboten. Die Wiedensahler Gastronomie ist auf die zahlreich erwarteten Besucher vorbereitet.soe



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare