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Einführungsgottesdienst für Nikolai-Pastorin Astrid Bunselmeyer mit großer Beteiligung / Musik von Choral bis Gospel

Neu in St. Nikolai: "Geben Sie mir Zeit zum Ankommen!"

Rinteln (ur). Durch die Verlesung der offiziellen Ernennungsurkunde mit der Unterschrift von Landesbischöfin Margot Käßmann durch Superintendent Andreas Kühne-Glaser war es amtlich: Im Einführungsgottesdienst für Astrid Bunselmeyer ist die Pastorin aus Bremerhaven zur Nachfolgerin von Pastor Ulrich Wöhler berufen worden.

veröffentlicht am 14.11.2006 um 00:00 Uhr

In einem musikalisch vielfältigen Rahmen von klassischen Chorälen und swingenden Gospelstücken wurde dieser Gottesdienst mit Beteiligung des Kirchenchors unter Leitung von Kreiskantor Wolfgang Westphal gefeiert - und in der Taizé-Liturgie geprägt vom geradezu professionellen, glockenklaren Solo-Gesang der "Neuen" in St. Nikolai. Wohl als Geste gegenüber der weiblichen Inhaberin der Pfarrstelle war in der Einführungshandlung zuvor bereits vom "allmächtigen Gott, Du Mutter alles Lebens" die Rede gewesen. Die neue Nikolai-Predigerin orientierte sich am 2. Brief des Paulus an die Korinther, wo die Gemeinde als ein Brief, eine Reverenz sozusagen, betrachtet wird: "Geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes." Sicherlich sei mancher zu diesem Gottesdienst mit der Frage gekommen: "Wie ist sie denn, die neue Pastorin?" - so, wie umgekehrt auch sie sich immer wieder die Frage gestellt habe, was sie am neuen Wirkungskreis erwartet und was man von ihr erwartet. Manches habe sich für sie schon am vorgefassten Plan beim Einrichten in der neuen Wohnung verändert und verzögert. Dies sei nicht unbedingt ein Nachteil, denn "man muss sich Zeit zum Ankommen nehmen". Dass man ihr diese Zeit zugestehe, sei Hoffnung und Erfahrung zugleich. Dass in ihrem Einführungsgottesdienst im Wechsel von Chor und Gemeinde auch der Choral "Ach bleib mit deiner Gnade" ihres berühmten Vorgängers Josua Stegmann gesungen wurde, verdeutlichte der neuen Inhaberin der Predigtstelle Tradition und Verheißung ihres Amtes zugleich. Im Anschluss folgten Grußworte von Kirchenvorstand Harald Scheibe, der die Bereitschaft der Gemeinde unterstrich, mit der neuen Pastorin auf allen Ebenen zu kooperieren und mit beziehungsreichen Geschenken aufwartete, die vom "Weserkies" über den Heimatkalender bis hin zum Wanderführer reichten. Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz pries die Nikolaikirche als soziales, geistliches und kulturelles Zentrum des Rintelner Lebens und verwies auf die guten Kontakte zwischen politischer und christlicher Gemeinde, die er auch unter Pastorin Astrid Bunselmeyer fortgesetzt sehen möchte. Für den ev.-lutherischen Kirchenkreis Grafschaft Schaumburg brachte Angelika Held ihre Hoffnung auf eine gedeihliche Zusammenarbeit zum Ausdruck, bevor anschließend bei einem kleinen Imbiss im Gemeindesaal Mitglieder der Gemeinde und Vertreter der Ökumene die Gelegenheit wahrnahmen, mit der "Neuen" ins Gespräch zu kommen, während Kollegen und Gemeindemitglieder aus ihrem vorigen Wirkungskreis den Abschied mit dem Wunsch auf ein nicht zu seltenes Wiedersehen verbanden.

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