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Außerordentliche Hauptversammlung wird einberufen / 2. Verfahren vor Erörterungstermin

Neschen AG verzichtet auf Rechtsmittel

Bückeburg (rc). Die Neschen AG wird keine Rechtsmittel gegen den Beschluss des Registergerichts am Amtsgericht Stadthagen einlegen, sondern die außerordentliche Hauptversammlung selbst einberufen. Das teilte das börsennotierte Unternehmen auf Anfrage unserer Zeitung mit.

veröffentlicht am 20.10.2007 um 00:00 Uhr

Wie Vorstandssprecher Stefan Zinn sagte, soll damit Schaden von der Gesellschaft abgewendet und zusätzliche Kosten vermieden werden. Darum soll auf Beschwerde vor dem Landgericht Bückeburg verzichtet werden. Obwohl: "In der Sache hält die Gesellschaft weiterhin daran fest, dass sie den Antrag für unbegründet und rechtsmissbräuchlich hält." Wie berichtet, hatte die Vermögensverwaltung Erben Dr. Karl Goldschmidt GmbH (VVG), mit 25 bis 29,99 Prozent einer der Großaktionäre der Neschen AG, beim Registergericht die Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung beantragt. Die Versammlung solle über den Antrag der VVG auf Einsetzung eines Sonderprüfers entscheiden, der zur Klärung von Geschäftsvorgängen zurückliegender Jahre beitragen soll. Dieses Begehren war vom Vorstand der Neschen AG zunächst abgelehnt worden, die VVG rief daraufhin das Registergericht an. In einem zweiten anhängigen Gerichtsverfahren vor dem Landgericht Hannover ist Ende November ein Erörterungstermin angesetzt. Etwa drei Wochen später soll der Verkündungstermin folgen, wie der Pressesprecher des Gerichtes auf Anfrage unserer Zeitung mitteilte. Wie berichtet, hat ein Aktionär gegen sämtliche Beschlüsse der ordentlichen Hauptversammlung der Neschen AG Anfechtungsklage erhoben. Er bemängelt in seiner Klageschrift formelle Fehler im Bericht des Aufsichtsrats, zudem seien im Vorfeld der Hauptversammlung vom 21. Juni keine ordnungsgemäßen Vorlagen übersandt worden. Die Neschen AG will die außerordentliche Hauptversammlung Ende November einberufen, die Vorbereitungen zur fristgerechten Ladung und Erstellung der Unterlagen sind bereits angelaufen. Die Entscheidung des Landgerichts Hannover in dem zweiten Verfahren soll nicht abgewartet werden. Die Neschen AG sehe die beiden Anträge als getrennte Verfahren und werde sie entsprechend behandeln, hieß es.

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