weather-image
22°
Rodenberger Forderungen unterstützt

Nenndorfer SPD will auch eine Gesamtschule

Samtgemeinde Nenndorf (rd). Der Vorstand des SPD-Samtgemeindeverbands Nenndorf unterstützt die Forderungen in der Samtgemeinde Rodenberg auf Einrichtung einer Gesamtschule für den Bereich Nenndorf/Rodenberg. Diese Position haben die beiden SPD-Samtgemeindeverbände in einem gemeinsamen Gespräch bekräftigt, wie der Nenndorfer SPD-Verbandsvorsitzende Udo Husmann mitteilte.

veröffentlicht am 13.11.2007 um 00:00 Uhr

"Die Schulpolitik der gegenwärtigen Landesregierung ignoriert mit ihrem starren Festhalten an dem Errichtungsverbot für Gesamtschulen den ausdrücklichen Willen der Eltern vonetwa 90 Eltern, die aus dem Nenndorfer und Rodenberger Raum allein in diesem Jahr ihr Kind an der IGS Schaumburg angemeldet haben." Husmann ist der Ansicht, die Landesschulpolitik müsse den Schulträgern Freiräume für eine andere Schulentwicklungspolitik ermöglichen und Eltern Alternativen bieten zu einer frühen Aufteilung in das dreigliedrige Schulsystem ihrer zehnjährigen Kinder nach Klasse 4. Ankündigungen über ein eventuelles Handeln nach der Wahl reichen aus Sicht der Nenndorfer SPD nicht aus, die Eltern erwarteten jetzt verbindliche Zusagen, "ohne Wenn und Aber". "Fast 80 Prozent der Anmeldungen zur IGS wurden in Schaumburg nicht berücksichtigt und das schulische Schicksal dieser Kinder gezwungenermaßen einem Losverfahren unterworfen. Der freie Elternwillen wird so zum reinen Glückspiel", wie Husmann weiter ausführte. Nur mit einer weiteren Gemeinsamen Schule sei der Schulstandort Rodenberg und damit eine wohnortnahe Beschulung für alle Schüler in dieser Wachstumsregion des Landkreises langfristig zu sichern, meint die SPD. Die benötigten und gewünschten Schulen müssten zu den Menschen kommen und nicht die Schüler mit Hilfe eines aufwendigen und teuren Schülertransports quer durch den Kreis zu den Schulen, fordert Husmann. "Eine Schule für alle mit einem ausgeprägten System von individuellem Fördern und Fordern bietet, wie internationale Vergleiche zeigen, nicht nur bessere Chancen für das einzelne Kind, sondern entfaltet auch viel stärker alle in der Gesellschaft vorhandenen, dringend benötigten Bildungsressourcen", stellte Udo Husmann abschließend fest.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare