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232 neue Nabu-Mitglieder / "Wir fühlen mit unserer Arbeit bestätigt"

Naturschutzbund zieht Bilanz: Oft bleibt nur der Klageweg

Rinteln (rd). " Für den Naturschutz wird der Wind im Schaumburger Land seit einiger Zeit rauer", resümierte Nick Büscher, Vorsitzender der Nabu-Gruppe Rinteln zu Beginn der Jahresversammlung des örtlichen Naturschutzbundes. 800 Mitglieder zählt zurzeit der Verein.

veröffentlicht am 31.03.2007 um 00:00 Uhr

Der Nabu-Vorstand (v.l.) mit Nick Büscher, Alexander Bronner, Ra

"Die Jugendarbeit ist einer der wichtigsten Bereiche im Ehrenamt für den Naturschutz", betonte Büscher. "Das Basteln von Nistkästen für Meisen und der Bau von Sommerquartieren für Fledermäuse am Tag des offenen Denkmals auf Schloss Baum zeugen davon." Nach wie vor sei die Zusammenarbeit mit den Schulen für den Naturschutzbund wichtig, gerade was die Umwelterziehung betreffe. "Wir haben im Jahr 2006 unsere zweite Naturlehrstation eingeweiht. Diesmal an der Grundschule Süd. Und weitere Grundschulen sollen folgen", kündigte Alexander Bronner an. "Leider waren nicht alle Ereignisse 2006 so erfreulich", machte Thomas Brandt deutlich: "Der Streit um das Landschaftschutzgebiet Ellerburg als Windvorranggebiet, die geplante Erweiterung des Trainingsplatzes in Krankenhagen in das Naturschutzgebiet Knickbrink hinein und die Diskussion um die Abtragung des Messingsberges sind Themen, die uns auch weiter beschäftigen werden". Meist sei der Klageweg das einzige Mittel, um der Natur zu ihrem Recht zu verhelfen. Die Mitgliederwerbung im Jahr 2006, betonte Brandt, bestätige die Naturschützer in ihrem Engagement: "232 neue Mitglieder, damit ist jeder 35. Rintelner Mitglied. Wir fühlen uns in unserer Arbeit bestätigt." 2007 will der Nabu neben dem "Kerngeschäft" die vom Landesverband initiierte Aktion zum Vogel des Jahres, dem Turmfalken, unterstützen und Naturlehrschilder am Aher Kämpe aufbauen.

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