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Nabu Rodenberg bereitet Resolution vor / Weiterer Geländekauf geplant / Jubiläum im September / Ausflüge in die Natur

Naturschützer fordern: Steuervorteile auch für uns

Samtgemeinde Rodenberg (nah). Der Naturschutzbund (Nabu) Rodenberg fordert von der Politik, auch das ehrenamtliche Handeln im Natur- und Umweltbereich anzuerkennen. "Warum sollen nur bei Sport und Kultur dieÜbungsleiterpauschalen steuerbegünstigt sein?", fragte Vorsitzender Gerhard Hurek in der Jahresversammlung.

veröffentlicht am 28.03.2007 um 00:00 Uhr

Der hohe Freizeiteinsatz seiner Organisation sei unverzichtbar. Als Beispiele nannte er den zeitaufwändigen Eulenschutz oder Pflanz- und Pflegemaßnahmen an Biotopen: "Das Stutzen von 30 Kopfweiden mit der Motorsäge braucht schon seine Zeit." Deshalb beschlossen die Teilnehmer, sich mit einer Resolution an den Schaumburger SPD-Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy zu wenden. Denn im Parlamentsollen demnächst neue Steuergesetze verabschiedet werden. Dass der Nabu zu einer ernst zu nehmenden Größe gewachsen ist, machte Hurek an der Zahl der Mitglieder deutlich: 400 sind es in der Samtgemeinde Rodenberg. Das dadurch wachsende Beitragsaufkommen erlaube weitere Biotopmaßnahmen. Nach dem Kauf des "Grabeloh" in der Gemarkung Lyhren hat der Vorstand bereits ein Auge auf weitere Flächen geworfen. Dennoch werde deren Sicherung für den Erhalt der Artenvielfalt nicht ohne Spenden oder Zuschüsse möglich sein. Als recht arbeitsaufwändig schilderte Hurek das "Grabeloh". Bei einer Exkursion in diesem Gebiet stellten Teilnehmer aber bereits fest, dass die Arbeit auf dem vor zwei Jahren erworbenen Geländes Früchte trage. Großen Wert legt der Vorstand weiter auf Informationsabende und Ausflüge in die Natur. Letztes Jahr galten Exkursionen unter anderem dem Deister, Fledermäusen, einem Uhu-Vorkommen sowie der Tierwelt in der Elbtalaue. In den nächsten Monaten sollen ähnliche Angebote folgen, darunter eine Fahrt in das thüringische Buchenreservat Hainich. Gefeiert wird auch: Im September begeht die Ortsgruppe ihr 25-jähriges Bestehen. Erneut ging Hurek auf einen Schadensersatz durch den Stromkonzern Eon/Avacon ein. Dieser hatte im Herbst 2005 ein vom Nabu betreutes Biotop bei Altenhagen II teilweise zerstört und dafür 3000 Euro gezahlt. Zugleich erklärte sich das Unternehmen bereit, eine Informationstafel zu stiften. Inzwischen wurden mit Unterstützung der Altenhäger Feuerwehr die nötigen Erdarbeiten vorgenommen. Die Ortsgruppe will neue Büsche pflanzen. Hurek selbst bleibt in den kommenden vier Jahren an der Spitze der Ortsgruppen. Ansonsten wurde der engere Vorstand komplett umgebildet. Neuer Stellvertreter ist für den nicht wieder kandidierenden Rodenberger Helmut Struckmeier der Soldorfer Fritz Borcherding geworden. Die Kasse übernimmt Rolf Bostelmann (Groß Hegesdorf). Die Nachfolge von Schriftführerin Elisabeth Rautenberg-Röver tritt Kay Kietzke (Altenhagen II) an.

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