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Trotz weniger Badegäste Gewinn erwirtschaftet / Kritik an kurzer Dauer des Nutzungsvertrages

Naturerlebnisbad kann seine Einnahmen steigern

Lauenstein. Für Wolfgang Schünemann, den Vorsitzenden des Trägervereins vom Naturerlebnisbad Lauenstein, war es ein anstrengendes Jahr. Aber das Engagement hat sich zumindest finanziell gelohnt.

veröffentlicht am 14.03.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 16:41 Uhr

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Denn obwohl nur 8200 Badegäste erschienen, konnten die Einnahmen um 14 000 Euro verbessert werden, sodass am Ende des Jahres 2012 ein Gewinn von knapp 5000 Euro übrig geblieben ist. Allerdings wird dieses Geld auch für künftige Investitionen benötigt.

In diesem Jahr will der Trägerverein des Naturerlebnisbades den Brunnen reaktivieren, um künftig die Wasserkosten noch zu minimieren und das Terrasseneinlaufbecken soll saniert werden. Dazu soll auch noch der Regenerationsteich überprüft und gesäubert werden. Schünemann hofft nun nach den bisherigen eher mauen Sommern mal auf viel Sonne, die die gewünschten 13 000 Besucher in das Bad locken soll, mit deren Eintrittsgeldern man dann mal keine finanziellen Probleme hätte.

Nach wie vor fehlt laut Schünemann „den Lauensteiner Einwohnern der Blick für die Realität und Schönheit des Bades“. Denn die meisten Nutzer des Bades kommen nach wie vor von außerhalb. Ein großer Anteil der Schwimmer kommt im Sommer aus dem Naturfreundehaus in Lauenstein, wo die Touristen dieses Angebot sehr zu schätzen wissen. Enttäuscht zeigte sich Schünemann auch ein wenig von der durchgeführten Kabarett-Veranstaltung mit Sanftmut aus Leipzig. Während die Veranstaltung sehr gut besucht war, kamen auch dazu nur wenige Besucher aus Lauenstein und der näheren Umgebung. Erstmals finanziell erfolgreich war dagegen das Seefest, welches mit einem vierstelligen Überschuss abgeschlossen werden konnte. Auch die Zusammenarbeit mit Timo Bachmann als hauptamtlicher Badeaufsicht und die Zusammenarbeit mit dem „Schwarzen Kreuz“ seien sehr erfolgreich.

Insgesamt rechnete Schünemann vor, dass etwa 2000 Stunden ehrenamtlich gearbeitet wurde. So wurden neben den üblichen Arbeiten auch noch der Bademeisterraum und die Sanitärräume saniert. Besonderen Dank sprach Schünemann dabei den Naturfreunden, der Feuerwehr und dem Bauhof der Gemeinde aus.

Überhaupt nicht zufrieden zeigte sich der Vorstand mit der nach seiner Ansicht zu geringen Dauer der neuen Nutzungsverträge für die Freibäder, wodurch wieder unzählige Stunden für neue Verhandlungen aufgebracht werden müssten und keinerlei nachhaltige Planungssicherheit bestehe. Die Nutzungsverträge wurden nur für ein Jahr verlängert. Schünemann erklärte, dass man sich Betreiberalternativen zu der Vereinsstruktur, wie etwa eine ins Gespräch gebrachte Genossenschaft nicht vorstellen könne. Auch Ortsbürgermeister Horst Wichmann (CDU) kritisierte die kurzen Laufzeiten und den Betriebskostenzuschuss für Wallensen, da dort das Bad nur kürzer geöffnet habe. Reichlich diskutiert wurde vor der Jahreshauptversammlung im Vorstand über die Erhöhung der Eintrittspreise. Schließlich wurde darauf verzichtet. Allerdings appelliert der Vorstand an die Mitglieder, dass diese freiwillig höhere Beiträge zahlen mögen. Der Mitgliederstand soll wenn möglich in den nächsten Jahren auch noch erhöht werden. Derzeit hat der Verein 220 Mitglieder.gök

Der Vorstand des Trägervereins vom Naturerlebnisbad Lauenstein.gök



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