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Die Cold Water Challenge-Welle schwappt durchs Weserbergland

Nass, eiskalt – und meist ein Spaß

Wallensen/Weenzen. Für die Feuerwehren ist es ein Riesenspaß: Bundesweit drehen Blauröcke derzeit witzige Videoclips, mit denen sie im Internet auf der Plattform YouToube für sich und die Feuerwehren werben. Der Name des Wettbewerbs: Cold Water Challenge. Auch durch das Weserbergland schwappt die Cold Water Challenge-Welle – doch nicht alle sind davon begeistert. In Baden-Württemberg hat das Innenministerium sogar die Feuerwehren aufgefordert, solche Aktionen zu unterlassen mit der Begründung: Vielfach würden die Grenzen der Toleranz erreicht, würden sich die Feuerwehrkräfte der Lächerlichkeit preisgeben, zudem seien solche Spaßaktionen nicht vom Versicherungsschutz gedeckt.

veröffentlicht am 13.06.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 15.11.2016 um 08:39 Uhr

„Wir erwarten von unseren Feuerwehren ein wenig Fingerspitzengefühl. Aber vielleicht sieht man bei den Videos, dass man bei uns auch Spaß haben kann“, sagt Gemeindebrandmeister Walter Wiegmann zur Cold Water Challenge. Ihren Ursprung hatte die Challenge in den USA, die in den vergangenen Monaten nun auch nach Deutschland schwappte. Es geht dabei um eine Art Mutprobe, in der die Feuerwehrmänner und -frauen zum Schluss eines Videos in eiskaltem Wasser landen. Im Vordergrund des Videodrehs steht dabei vor allem der damit verbundene Mut. Rund um das Endergebnis lassen die Feuerwehrleute ihrer Kreativität freien Lauf und sorgen dann für den Abschluss im eiskalten Wasser mit einer anschließenden Nominierung für die nächsten Feuerwehren, die die Herausforderung zumeist auch annehmen.

In Wallensen etwa zeigten die Feuerwehrleute mit einem Augenzwinkern, was ihr Stützpunkt mit etwas anderen Einsatzfahrzeugen zu leisten vermag. Mit Bobbycars, einem kleinen Wackelhund, Laufrädern, Rollern und großen Kisten voller Wasser wurden Einsatzfahrzeuge wie Motorräder, Schlauchwagen, Tanklöschfahrzeuge oder Einsatzleitwagen dargestellt, die allesamt auf dem Stützpunkt fehlen oder in die Jahre gekommen sind und die mittelfristig zumindest ersetzt werden müssten. Beim Videodreh zogen alle Feuerwehrmitglieder an einem Strang. Neben den Aktiven wirkten auch die Jugendfeuerwehrmitglieder und sogar einige Mitglieder der Kinderfeuerwehr mit. Das Video musste 48 Stunden nach der Herausforderung durch die Gemeindefeuerwehr Salzhemmendorf bei YouTube hochgeladen werden. Hätte das nicht geklappt, hätte die Ortswehr die Gemeindejugendwehr zu einem Grillabend einladen müssen. Dennoch haben die Beteiligten nach der Aktion den Hut rumgehen lassen und für einen guten Zweck gesammelt. In diesem Fall geht die Spende wie bei vielen Cold Water Challenges vorher auch, an den Verein „Paulinchen – Initiative für brandverletzte Kinder“.

Die Wallenser haben nun die Feuerwehren in Föhrste (bei Alfeld) und die benachbarte Feuerwehr in Weenzen nominiert. Damit wird der Internet-Hype wohl auch in den Landkreis Hildesheim hinüberschwappen. Das Video kann man bei YouToube unter dem Link http://www.youtube.com/watch?v=UbUOJ13Ho1I&feature=youtu.be ansehen.gök

Alle in einem „Boot“: Zum Schluss geht es für alle Beteiligten der Wallenser Wehr in ein Becken mit eiskaltem Wasser.

gök



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