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120 Frauen und 30 Kinder "unter Gottes Zelt vereint" / Kinder haben jede Menge Spaß bei Spielen rund um Paraguay

Nanduti-Spitze im Mittelpunkt des Weltgebetstages

Rolfshagen (la). Rund 120 Frauen aus dem gesamten Auetal haben am Freitag im Gemeindehaus Rolfshagen gemeinsam den Weltgebetstag gefeiert. Ein 20-köpfiges Vorbereitungsteam aller Auetaler Kirchengemeinden hatte den bunten Gottesdienst unter dem Motto "Unter Gottes Zelt vereint" organisiert. Die Liturgie stammte in diesem Jahr von Frauen aus Paraguay. So wurde das Land im Herzen Südamerikas beschrieben, von dem dort herrschenden Klima berichtet und von den Menschen, und dabei besonders von den Frauen, die in Paraguay leben.

veröffentlicht am 05.03.2007 um 00:00 Uhr

Mit Besenstielen zerschlagen Lisa Stuckenberg (r.) und Christina

Die Nanduti-Spitze stand im Mittelpunkt des Gottesdienstes. Sie wird von den Frauen in Paraguay in mühsamer Handarbeit hergestellt. Die Kunst erlernen sie von ihren Müttern und Großmüttern. Es gibt 53 verschiedene Muster, und es erfordert viel Arbeit, den Rahmen herzustellen, die Stoffunterlage und die Fäden vorzubereiten, das Muster zu zeichnen, die Spitze anzufertigen und schließlich die Unterlage zu entfernen, ohne die Nanduti-Spitze zu beschädigen. Dennoch verdienen die Frauen sehr wenig. Die Auetaler Frauen haben ihre Fürbitten auf Nanduti-Spitzen geschrieben, die, in Papierform, auf den Tischen lagen. Außerdem wurde im Laufe des Gottesdienstes eine große Nanduti-Spitze nach und nach in Teilstücken an eine Pinnwand geheftet - stets mit guten Wünschen für die Frauen und Kinder in Paraguay. Musikalisch wurde der Gottesdienst von der Gruppe "Singing church" sowie von Lars Röwer (Orgel) und Till Ocker (Gitarre) begleitet. Im Anschluss an den Gottesdienst gab es ein großes Buffet mit den verschiedensten Gerichten, die die Auetaler Frauen nach Rezepten aus Paraguay gekocht und gebacken hatten. Erbsen-Pfannkuchen, Käsestäbchen, Maisauflauf und vieles mehr ließen sich die Frauen schmecken. Dazu gab es Mate-Tee. Am Sonnabend haben sich dann rund 30 Kinder im Gemeindehaus Rolfshagen getroffen, um ebenfalls den diesjährigen Weltgebetstag zu feiern. Das Familiengottesdienst-Team "entführte" auch sie in diesem Jahr nach Paraguay. Nach der Begrüßung gab es wichtige und nützliche Landesinformationen, und die Kinder lernten, dargestellt von Konfirmanden, ein paar Mädchen und Jungen aus Paraguay kennen, die von ihrem Leben erzählten. Die Schlange Carmencita, die in einem Karton aus Paraguay angereist war, berichtete von ihren tierischen Freunden und "plauderte" aus dem "Nähkästchen". "Wusstet ihr, dass Gürteltiere gar keine Gürtel tragen und Brüllaffen auch flüstern können?", fragte sie die Kinder. Viele Lieder wurden gesungen, davon zwei sogar mit spanischem Text. Besonders viel Spaß hatten die Kinder bei dem Tanzspiel "Pericon". Die Tänzer stehen sich dabei paarweise gegenüber und bilden mit ihren erhobenen Armen ein Zeltdach. Dann läuft das vordere Paar durch dieses Spalier und stellt sich wieder mit auf. Bei den Bastelaktionen wurden ein Gemeinschaftsbild geschaffen, Mandalas angemalt und geölt und Freundschaftsbänder geflochten. Zu essen gab es einen landestypischen Maisauflauf, Obst und gegen den Durst verschiedene Obstsäfte. "Mmmh, echt lecker", waren sich die Kinder einig. Zum Abschluss wurde eine "Pinata" geplündert. Das ist eine Pappmaché-Figur, die mit Süßigkeiten gefüllt ist. Die Konfirmandinnen Lisa Stuckenberg (13) und Christina Waltemathe (13) hatten eine Pinata in Ballonform gebastelt. Ihnen war es dann auch überlassen, diese mit verbundenen Augen und mit Besenstielen zu zerschlagen, damit die Süßigkeiten auf die Kinder nieder regnen konnten. Ein riesiger Spaß für alle Kinder.



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