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Seltenes Brauchtum geht zurück auf Pestgelübde im Mittelalter

Nammer haben drei Feiertage

Nammen (krö). Wahrscheinlich einmalig im deutschsprachigen Raum ist die Tradition der seit dem späten Mittelalter in Nammen begangenen "dritten" Feiertage zu Weihnachten, Ostern und Pfingsten.

veröffentlicht am 20.03.2008 um 00:00 Uhr

Vor dem Altar der 1523 erbauten St.-Laurentius-Kapelle legten di

Für die Lokalseiten des ARD-Buffets mit TV-Moderator Martin Schlagenhauff war dies der Anlass, dem Bergdorf innerhalb einer Serie von vier Aufnahmestationen im Mühlenkreis einen Besuch abzustatten. Etwa zwei Stunden dauerten die Aufnahmen des Südwestfunk-Teams aus Baden-Baden für die Kurzreportage in und an der Kapelle und an mehreren Plätzen im Ort. Die Drittklässler der Nammer Grundschule berichteten von der überlieferten Pestgeschichte. Seit dem späten Mittelalter feiern die Nammer ihren dritten Feiertag. Seinen Ursprung hat die Gepflogenheit in dem Pestgelübde, das die Vorfahren vor einem halben Jahrhundert in schwerer Zeit vor dem Altar der St.-Laurentius-Kapelle abgelegt haben, Deutschlands ältester Fachwerkkapelle. Das 1523 erbaute Gotteshaus hatte bereits eine Vorgängerkapelle aus dem Jahre 1184. Übrig geblieben von dem einst arbeitsfreien und schulfreien dritten Feiertag in dem früher rein landwirtschaftlich strukturierten Dorf ist der abendliche Dankgottesdienst, am kommenden dritten Ostertag wieder einmal in Plattdeutsch gehalten. Um 19 Uhr predigt in der St.-Laurentius-Kapelle der ausHoltrup gebürtige Pfarrer i.R. Willi Johanning. Sendetermin: Die ARD, die für ihre Lokalseiten im Mittags-Buffet landschaftliche Besonderheiten, Handwerkskünste, Kuriositäten und Sagen aufgreift, strahlt den Beitrag aus Nammen zeitnah am dritten Ostertag, 25. März, um 12.15 Uhr im "Ersten" bundesweit aus, RBB hat das ARD-Buffet noch einmal ab 16.05 Uhr im Programm.



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