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Winkelhake: "Wir haben unheimlich viel gelernt"/ Eine Trennung vom Musikfest erscheint möglich

Nächste Musikmesse in zwei bis drei Jahren?

Bad Eilsen (sig). Eine Idee ist schnell geboren. Der entscheidende Schritt ist die Umsetzung. Das gilt auch für die erste Eilser Musikmesse, die am Sonntagabend ihre Pforten schloss. So mancher hat befürchtet, dass aus dem Vorhaben ein Flop wird. Bislang war der Kurort auf diesem Feld nämlich ein unbeschriebenes Blatt. Das trifft jetzt nicht mehr zu. Der Versuch hat viele Erkenntnisse gebracht und fördert den Mut, es in zwei oder drei Jahren wieder zu versuchen.

veröffentlicht am 09.09.2008 um 00:00 Uhr

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Fritz Winkelhake, der Vorsitzende des ausrichtenden Heimat- und Kulturvereins, war mit dem Ablauf durchaus zufrieden. Sein Resümee: "Wir haben unheimlich viel gelernt von dieser Veranstaltung. Etwas mehr Besucher hätten wir uns zumindest für die Aussteller im Kursaal gewünscht, denn deren Urteil ist wichtig für uns, falls wir in zwei bis drei Jahren einen neuen Anlauf machen sollten." Natürlich habe das Musikfest der Gemeinde große Zugkraft ausgeübt, vor allem auf auswärtige Gäste. Winkelhake ist sich nicht so sicher, ob man es auch beim nächsten Mal wieder in den Gesamtablauf integrieren sollte. Dazu komme eine andere Klientel als zu einer Musikmesse. Der Vereinsvorsitzende hätte am Sonnabend andernfalls eine Rockmusik-Nacht veranstaltet. Aber darüber wird der erweiterte Vorstand des Heimat- und Kulturvereins in seiner nächsten Zusammenkunft sprechen. Lobenswert war zunächst einmal, dass alle im dicht gedrängten Programm aufgetretenen Gruppen und Ensembles aus dem heimischen Raum kamen. Der Zuspruch im Konzertgarten war nicht so überragend. Das mag auch an der Fülle des Dargebotenen liegen. Das Kurtheater war hingegen weitgehend gut besetzt. Zum Beispiel bei den Vorführungen der Ballettschule Voges aus Bückeburg und Minden sowie beim Kindermusical "Exodus" der evangelischen Kirchengemeinde. Mit einem offenen Singen anstelle einer Gospel-Night endete in der Christuskirche das Programm der 1. Eilser Musikmesse. Der Leiter des Posaunenchors Bad Eilsen-Rolfshagen, Siegbert Held, schaffte es, dass die Besucher sogar vierstimmige Sätze sowie Kanons mitsangen. Auch wenn keine Heerscharen von Besuchern durch die Ausstellung strömten - das Echo der Aussteller war gar nicht so unbefriedigend. Pierre Mensching, Chef des Stadthäger Musikhauses und heimischer Musikschulen, fasste sein Fazit so zusammen: "Das war trotz zeitweilig mauen Besuches für den Anfang gar nicht schlecht. Messegefühl kam bei unserem Team jedenfalls auf." Er muss es wissen, denn sein Unternehmen ist schließlich sogar bei der Weltmesse der Musik in Frankfurt am Main vertreten.

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